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Das Immunsystem stärken

Veröffentlicht von: Dr. rer. nat. Geraldine Nagel (19. August 2014)

Ernährung

Mit einer ausgewogenen Ernährung können Sie Ihr Immunsystem stärken. Fehlen bestimmte Nährstoffe wie sekundäre Pflanzenstoffe, Vitamine und Mineralstoffe dauerhaft in der Nahrung, kann das Immunsystem nicht mehr genug leisten – das Risiko, einen Infekt zu bekommen, steigt. In Zeiten, in denen der Körper außergewöhnlich starken Belastungen ausgesetzt ist, benötigt er mehr solcher Nährstoffe.

Besonders wichtig für die Immunabwehr sind unter anderem diese Nährstoffe:

  • Eisen: Eisen unterstützt die sog. Fresszellen des Immunsystems dabei, Fremdstoffe und Krankheitserreger zu bekämpfen. Kleinkinder und Frauen benötigen häufig besonders viel Eisen (Wachstum, Schwangerschaft, Menstruation). Können sie nicht genug Eisen mit der Nahrung aufnehmen, entsteht leicht ein Eisenmangel. Symptome wie Müdigkeit, verminderte Leistungsfähigkeit und Blutarmut (Anämie) können die Folge sein. Zudem erhöht ein Eisenmangel das Risiko für Infekte.
  • Zink: Zink trägt zur Aktivierung der Fresszellen bei und unterstützt darüber hinaus die Produktion von Antikörpern. Ist zu wenig Zink im Körper vorhanden, heilen Wunden langsamer. Zudem ist die Immunabwehr weniger aktiv, sodass man länger unter einem Infekt leidet als gewöhnlich.
  • Selen: Auch Selen ist für das Immunsystem wichtig. Das Spurenelement unterstützt bestimmte Enzyme, die für den Abbau von freien Radikalen notwendig sind. Freie Radikale sind aggressive Sauerstoffverbindungen, welche das Erbgut schädigen können.
  • Jod: Jod ist Bestandteil der Schilddrüsenhormone. Es spielt für viele Stoffwechselprozesse und auch für unser Immunsystem eine wichtige Rolle.
Man sieht einen roten Apfel, bei dem ein Herz aus der Schale herausgelöst ist.

Eine gesunde Ernährung kann das Immunsystem stärken!

Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe

Vitamin C, Vitamin E, Vitamin A und sekundäre Pflanzenstoffe helfen dabei, freie Radikale abzuwehren. Darüber hinaus tragen vor allem die Vitamine C und E zur Aktivierung des Immunsystems bei und können in ausreichender Menge die Infektanfälligkeit des Körpers senken. Da sich die Vitamine untereinander in ihrer Funktion ergänzen, sollte man auf eine ausgewogene Aufnahme achten und eine einseitige Ernährung vermeiden.

Wichtig für das Immunsystem sind zum Beispiel:

  • Vitamin C: Vitamin C gewährleistet einen reibungslosen Ablauf von Immunprozessen und fängt freie Radikale ab. Vor Infekten wie einer Erkältung kann Vitamin C allerdings nicht schützen.
  • Vitamin E: Vitamin E steigert die Aktivität bestimmter Zellen des Immunsystems. Es kann freie Radikale abfangen und ist wichtig für Funktionen der Zellmembran, des Blutkreislaufs und des Eiweißstoffwechsels.
  • Vitamin A: Vitamin A unterstützt die Bildung von Immunabwehr-Zellen sowie die Produktion von Antikörpern.
  • Sekundäre Pflanzenstoffe: Sekundäre Pflanzenstoffe wie Polyphenole fangen freie Radikale ab.

Darm und Darmflora

Mit der Nahrung gelangen täglich auch Keime und Fremdsubstanzen in den Körper. Ein Großteil der Krankheitserreger wird bereits während der Passage durch den Magen mithilfe der Magensäure unschädlich gemacht. Einige Keime gelangen dennoch bis in den Darm. Aus diesem Grund ist ein Teil des Immunsystems eng mit dem Darm verflochten, um für eine rasche Abwehr zu sorgen. Zu diesem Zweck befinden sich in der Darmwand zahlreiche Lymphknoten, sodass auf Erreger schnell und gezielt reagiert werden kann.

Wichtig für die Abwehr von Krankheitserregern ist außerdem die Darmflora. Darunter versteht man verschiedene harmlosen Bakterien (z.B. Milchsäurebakterien), die den Dickdarm besiedeln. Sie verhindern, dass sich krankmachende Keime übermäßig vermehren und ausbreiten. Ist die normale Darmflora gestört, etwa nach der Einnahme von Antibiotika, kann es in der Folge zu Durchfallerkrankungen kommen.

Vor allem Ballaststoffe unterstützen eine gesunde Darmflora. Ballaststoffe sind zum Beispiel in Nahrungsmitteln wie Getreide, Hülsenfrüchten, Obst und Gemüse enthalten. Joghurt, verschiedene Milchprodukte wie Buttermilch und Dickmilch, Sauerkraut und milchsauer eingelegte Gemüsesorten, aber auch Probiotika können eine günstige Zusammensetzung der Darmflora fördern.






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