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Das Immunsystem

Veröffentlicht von: Carolin Grob (30. November 2012)

Allgemeines

Durch das Immunsystem verfügt der Mensch über hochwirksame Funktionen zur Abwehr körperlicher Bedrohungen: Ohne dieses Abwehrsystem wären wir den schädlichen Einflüssen unserer Umwelt ebenso schutzlos ausgesetzt wie gesundheitsbedrohlichen Veränderungen im Inneren des Körpers.

Das Immunsystem des Menschen verfügt über zwei Abwehrmechanismen, denen verschiedene Funktionsweisen zugrunde liegen: eine unspezifische (angeborene) Immunabwehr, die entwicklungsgeschichtlich der älteste Schutzmechanismus vor Infektionen ist, und eine spezifische (erworbene) Immunabwehr. Beide Mechanismen ergänzen sich bei einer Immunantwort gegenseitig.

Die Hauptfunktion des Immunsystems besteht darin, Krankheitserreger und Fremdstoffe abzuwehren, die von außen in den Organismus eingedrungen sind: Dazu zählen Bakterien, Viren, Pilze, Parasiten und Giftstoffe (Toxine). Darüber hinaus kann das Immunsystem krankhaft veränderte körpereigene Zellen erkennen und beseitigen. In der Folge von Immunreaktionen entstehen Entzündungen, die zur Beseitigung der schädigenden Zellen oder Fremdkörper führen.

Das Immunsystem vermittelt jedoch nicht nur Immunität gegen Erreger oder tötet Tumorzellen ab, sondern kann auch auf unerwünschte Weise wirken: Eine Allergie ist beispielsweise die Folge einer überschießenden Immunreaktion. Und bei sogenannten Autoimmunerkrankungen richtet sich das Immunsystem gegen körpereigene Strukturen und schädigt diese. Ist die Erkennung von krankhaft veränderten körpereigenen Zellen gestört, kann es zur Entwicklung von Krebs kommen. Außerdem ist das Immunsystem für die Abstoßungsreaktion auf transplantierte Organe verantwortlich.

Wenn das Immunsystem geschwächt oder gestört ist und somit die Immunreaktion des Organismus bei Kontakt mit Krankheitserregern oder Fremdstoffen unzureichend ist oder ganz fehlt, sind die Betroffenen anfälliger für Infekte. Solche Störungen des Immunsystems können als sogenannte Immunschwächekrankheit auftreten. Ein geschwächtes Immunsystem kann sowohl angeboren sein als auch im Lauf des Lebens entstehen:

  • Angeborene Immunschwächen können durch geschädigte Träger der Erbanlage (sog. Gendefekte) verursacht sein, infolge derer eine oder mehrere Komponenten des Immunsystems gestört sind.
  • Erworbene Immunschwächen können infolge bestimmter Erkrankungen (z.B. Leukämie, Aids) entstehen.

Ob jemand ein starkes Immunsystem mit guter Reaktionsfähigkeit oder ein schwaches Immunsystem hat, hängt darüber hinaus von verschiedenen Faktoren wie Ernährung, Darmflora sowie körperlichem und seelischem Zustand ab. Fehlen zum Beispiel in der Nahrung dauerhaft bestimmte Stoffe wie Eisen, Zink oder Vitamine, ist die Fähigkeit des Körpers zur Immunabwehr herabgesetzt. Auch Stress kann das Immunsystem erheblich beeinflussen. Durch Maßnahmen wie eine vernünftige Abhärtung und regelmäßige Bewegung durch Spaziergänge oder leichten Sport kann man seine Abwehr stärken. Auch verschiedene naturheilkundliche Verfahren wie Hydrotherapie ( Sauna, Bäder, Wechselduschen) oder Phytotherapie (Anwendung pflanzlicher Extrakte, z.B. Sonnenhut oder Arnikawurzel) sollen sich positiv auf die Funktionsfähigkeit des Immunsystems auswirken und die Abwehr stärken.






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