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Die Haut

Veröffentlicht von: Dr. rer. nat. Geraldine Nagel (30. September 2011)

Oberhaut (Epidermis)

Der äußerlich sichtbare Teil der Oberhaut (Epidermis) besteht aus einer Hornschicht, die hauptsächlich von den sogenannten Keratinozyten (hornbildende Zellen) gebildet wird. Durch Schuppung und Nachbildung wird diese Schicht laufend ersetzt. In den untersten Zelllagen werden regelmäßig neue Keratinozyten gebildet, welche innerhalb von 30 Tagen an die Oberfläche gelangen, dabei immer mehr verhornen und schließlich als Hornschuppen abgestoßen werden.

An ihrer dicksten Stelle, wie zum Beispiel an den Schwielen von Fußsohlen, ist die Oberhaut bis zu zwei Millimeter dick. Durchschnittlich hat sie jedoch einen Durchmesser von 0,05 Millimetern.

Die Oberhaut ist von innen nach außen in fünf Schichten untergliedert:

  1. Basalzellschicht (Stratum basale): In der Basalzellschicht erfolgt durch Zellteilung die Neubildung der Keratinozyten aus Stammzellen. Aus der Basalzellschicht entsteht über mehrere Stufen der Regeneration laufend eine neue Hornschicht. In der Basalzellschicht sind Melanozyten und Merkel-Zellen eingelagert. Die Melanozyten bilden das Pigment, welches für die Färbung und Bräunung der Haut verantwortlich ist: das Melanin. Die Merkel-Zellen sind mit Nervenfasern verbunden und vermitteln einen Teil des Tastsinns. In Handflächen und Fußsohlen kommen sie häufiger vor als in anderen Körperbereichen.
  2. Stachelzellschicht (Stratum spinosum): In der Stachelzellschicht sind die Keratinozyten netzartig über Haftzonen (Desmosomen) miteinander verbunden. In dieser Schicht kann es bei Hauterkrankungen zu Wasseransammlungen und damit zur Blasenbildung kommen. Hier finden sich auch Langerhans-Zellen, die zum Immunsystem gehören.
  3. Körnerzellschicht (Stratum granulosum): Die in der Körnerzellschicht befindlichen Keratinozyten enthalten zunehmend sog. Keratohyalinkörner, welche die fortschreitende Verhornung bewirken.
  4. Stark lichtbrechende Schicht, Glanzschicht (Stratum lucidum): Das Stratum lucidum findet sich nur an dickeren Teilen der Oberhaut, z.B. an den Handflächen und Fußsohlen. Diese Schicht ist sehr schmal, Zellgrenzen oder Zellkerne sind nicht mehr zu erkennen.
  5. Hornschicht (Stratum corneum): In der Hornschicht verklumpen die aus den Keratinozyten hervorgegangenen Hornzellen mit Hornsubstanzen der Haut. Anschließend werden die Hornschuppen abgestoßen. Bis die Zellen vom unteren Ende der Hornschicht an die Oberfläche gelangen und abgestoßen werden, vergehen etwa zwei Wochen. Die Hornschicht lässt Wasser und wasserlösliche Substanzen kaum durch. Niedermolekulare Stoffe können sie jedoch durchdringen. Diese Barriere wird geschwächt, wenn die Haut sehr lange Wasser ausgesetzt ist.





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