Gehirn: Aufbau und Funktion: Zwischenhirn (Diencephalon)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (04. April 2014)

Das Zwischenhirn (Diencephalon) liegt zwischen Großhirn und Hirnstamm. Es erfüllt wichtige vegetative Aufgaben – dazu zählt unter anderem, dass das Zwischenhirn die Balance zwischen den beiden Gegenpolen des vegetativen Nervensystems, dem Sympathikus und Parasympathikus, hält und den Biorhythmus steuert. Dabei arbeitet das Diencephalon eng mit dem Großhirn zusammen.

Das Zwischenhirn besteht aus verschiedenen Teilen, dem:

  • Thalamus,
  • Hypothalamus,
  • Subthalamus,
  • Metathalamus und
  • Epithalamus.

Das Zwischenhirn verarbeitet zum Beispiel Gefühle wie Trauer und Freude.

Im Thalamus treffen Informationen aus dem Körper und den verschiedenen Sinnesorganen ein. Der Thalamus leitet die Signale an das Großhirn weiter, nachdem er die Informationen im Vorfeld gefiltert hat. Dies vermeidet, dass das Hirn überlastet wird. Andere Bezeichnungen für den Thalamus sind deshalb zum Beispiel:

  • "Tor zum Bewusstsein" oder
  • "Tor zur Großhirnrinde".

Beim Thalamus handelt es sich um einen Komplex aus verschiedenen sogenannten Kerngruppen.

Der Hypothalamus steuert als übergeordnetes Schaltzentrum zum Beispiel den Schlaf-Wach-Rhythmus, den Wasserhaushalt, die Schweißsekretion sowie Schmerz- und Temperaturempfinden. Der Hypothalamus hält – ebenso wie das hormonelle System – die Körperfunktionen im Gleichgewicht.

Er lässt sich sowohl über Nerven als auch durch Hormone beeinflussen. Der Hypothalamus steht in direktem Kontakt mit der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) und verbindet das Hormon- mit dem Nervensystem. Auch der Hypothalamus besteht aus verschiedenen Kerngruppen.