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Gehirn: Aufbau und Funktion: Kleinhirn

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (04. April 2014)

Das Kleinhirn (Cerebellum) wiegt mit circa 130 bis 140 Gramm zehnmal weniger als das Großhirn. Das Kleinhirn liegt an der Basis des Schädels unter dem Hinterhauptlappen des Großhirns.

Das Kleinhirn koordiniert

  • Bewegungen,
  • das Gleichgewicht
  • und den Spracherwerb.

Es stimmt Bewegungen aufeinander ab und speichert Abläufe, sodass nach einiger Übung bestimmte Bewegungen automatisch erfolgen. Aufgrund dieser Funktionen gehört das Kleinhirn zum sogenannten motorischen System.

Menschliches Gehirn in der Seitansicht

Das Kleinhirn liegt hinten unterhalb des Großhirns.

Vergleicht man die Oberfläche von Kleinhirn und Großhirn, fällt auf, dass das Kleinhirn eine sehr viel feinere Gliederung zeigt. Die blattförmigen Windungen führen dazu, dass die Oberfläche des Cerebellums etwa 50 bis 75 Prozent der des Großhirns beträgt – und das bei einem deutlich geringeren Gewicht.

Verbindungen zur Großhirnrinde, zum Hirnstamm, zum Rückenmark und zum Gleichgewichtsorgan ermöglichen es dem Kleinhirn, seine wichtigen Funktionen zu erfüllen. Das Cerebellum gibt keine Bewegungsimpulse, vielmehr stimmt es Bewegungen fein ab, erhält die Muskelspannung und das Gleichgewicht. Aus diesem Grund fallen bei Verletzungen des Kleinhirns oder bei gut- oder bösartigen Tumoren Bewegungen nicht aus, sondern laufen nur noch gestört ab.

Das Kleinhirn gliedert sich in drei Abschnitte:

  • Kleinhirnwurm (Vermis cerebelli)
  • zwei Kleinhirnhälften (Hemisphären)

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Wie das Großhirn hat auch das Cerebellum eine Rinde; in ihr liegt die graue Substanz des Kleinhirns: die Zellkörper der Nervenzellen. Die weiße Substanz – die Nervenbahnen – konzentriert sich im Inneren des Kleinhirns (im sogenannten Marklager).

Das Kleinhirn arbeitet unbewusst, es lässt sich nicht willentlich beeinflussen.

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