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Gehirn: Aufbau und Funktion: Gehirnzellen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (04. April 2014)

Das Gehirn besteht aus einer Reihe unterschiedlicher Gehirnzellen. Die wichtigsten und häufigsten Gehirnzellen sind die Nervenzellen (Neurone): Von ihnen gibt es im menschlichen Gehirn ungefähr 200 Milliarden.

Eine Nervenzelle besteht aus:

  • einem Zellkörper (Soma) mit den Nervenzellfortsätzen (Dendriten) und
  • dem Achsenzylinder (Axon).

Der Körper der Nervenzelle misst etwa 5 bis 100 Mikrometer (1 Mikrometer entspricht einem Tausendstel Millimeter). Die Nervenzellfortsätze verjüngen sich auf einen Durchmesser von etwa einem Mikrometer. Ein Nervenzellfortsatz kann bis zu einem Meter lang sein und eine einzige Nervenzelle kann bis zu 10.000 Fortsätze haben.

Am Ende des Axons befinden sich die Endplatten. Dort, wo sie die benachbarte Zelle berühren, bilden sich Synapsen aus. Diese Synapsen verbinden nicht nur die Nervenzellen miteinander, sondern stellen ebenso Kontakt in weiter entfernte Körperbereiche her.

Illustration: Aufbau einer Nervenzelle

Nervenzelle (Neuron)

Die Gehirnzellen tauschen Informationen untereinander durch chemische Botenstoffe (Neurotransmitter) über die Synapsen aus. Je mehr Synapsen eine Nervenzelle hat, desto mehr Informationen kann sie übertragen. Die Anzahl der Nervenzellen spielt eine untergeordnete Rolle.

Nervenzellen teilen sich nach der Geburt nicht mehr. Dies ist ein Grund dafür, dass sie selber nur selten Ausgangspunkt für Tumorerkrankungen des Gehirns sind.

Die Nervenzellen werden von den sogenannten Gliazellen umhüllt. Gliazellen machen etwa 50 Prozent der gesamten Hirnmasse aus. Die meisten Hirntumoren entstehen aus diesen Gliazellen (sog. Gliome, z. B. Oligodendrogliom oder Glioblastom).

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Gliazellen lassen sich weiter in

  • Astrozyten,
  • Oligodendrozyten,
  • Ependymzellen und
  • Mikrogliazellen untergliedern.

Astrozyten haben für den Stoffwechsel und die Versorgung des Gehirns eine wichtige Funktion und sind am Aufbau der Blut-Hirn-Schranke beteiligt. Oligodendrozyten bilden die Markscheiden um die Nervenzellfortsätze, die Ependymzellen kleiden die Gehirnkammern (Ventrikel) aus. Die Mikrogliazellen stammen aus dem Knochenmark und helfen als Teil des Immunsystems dabei, Erreger abzuwehren.

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