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Gehirn: Aufbau und Funktion: Blutgefäße, Hirnhäute

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (04. April 2014)

Im Schädel finden sich einige Aussparungen, die sogenannten Foramina (lateinisch für "Löcher"). Hier treten vor allem Blutgefäße in den Schädel ein beziehungsweise aus. Durch die größte Öffnung, das Foramen magnum, steht der Hirnstamm mit dem Rückenmark in Verbindung.

Innen am Schädel liegen die drei Hirnhäute (Meningen) an:

  • harte Hirnhaut (Dura mater)
  • Spinngewebshaut (Arachnoidea): Hier verlaufen zahlreiche Blutgefäße. Außerdem findet hier der Austausch zwischen Hirnflüssigkeit (Liquor) und dem Blut statt.
  • weiche Hirnhaut (Pia mater): Sie versorgt das Gehirn mit Nährstoffen aus dem Liquor.

Die Zwischenräume zwischen den Hirnhäuten sind mit Hirnflüssigkeit (Liquor) gefüllt.

Die Hirnflüssigkeit wird in den Hohlräumen des Gehirns (Ventrikel) gebildet und schützt das Gehirn einerseits vor Stößen und Schlägen, andererseits entsorgt das Gehirn Abfallstoffe aus dem Stoffwechsel über den Liquor.

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Bedeutsam sind auch die zahlreichen feinen Blutgefäße des Gehirns: die Kapillaren. Die Zellen, die die Kapillaren auskleiden (Endothelzellen), und die sie umgebenden Gliazellen bilden eine funktionelle Einheit – man nennt sie Blut-Hirn-Schranke.

Die Blut-Hirn-Schranke lässt nur wenige Stoffe passieren. Welche Stoffe die Blut-Hirn-Schranke durchlässt, kontrollieren die Endothel- und Gliazellen. Auf diese Weise verhindert die Schranke, dass bestimmte Medikamente, Gifte, Viren und Bakterien in das Gehirn gelangen.

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