Das Auge: Augapfel (Bulbus oculi)

Veröffentlicht von: Till von Bracht (23. Oktober 2015)

Der Augapfel des menschlichen Auges besitzt nahezu die Form einer Kugel und ist mit einem Durchmesser von 2,5 Zentimetern etwas kleiner als ein Tischtennisball.

Fachsprachlich nennt man den Augapfel Bulbus oculi – das Wort „Bulbus“ bedeutet rundliches Organ, „oculi“ ist die lateinische Bezeichnung für Augen.

Der Augapfel liegt geschützt in der knöchernen Augenhöhle des menschlichen Auges. Zusätzlich ist er von einem Fettgewebe umgeben, das als Polster dient und vor Erschütterungen – zum Beispiel einen Schlag gegen den Kopf – schützt.

Das Innere des Augapfels lässt sich in drei Räume aufteilen:

  • die vordere Augenkammer
  • die hintere Augenkammer und
  • den Glaskörper.

Eine grafische Darstellung des Augapfels. Gekennzeichnet sind die wichtigsten Elemente wie Linse, Hornhaut und Retina. © iStock

Das, was viele Menschen als "Auge" bezeichnen, ist eigentlich der Augapfel. Der Augapfel baut sich aus drei Schichten auf und lässt sich in drei Räume aufteilen.

Zwischen der vorderen und der hinteren Augenkammer befindet sich die Linse. Die Linse bündelt die einfallenden Lichtstrahlen, sodass auf der Netzhaut ein scharfes Bild entsteht. Das Besondere an der Linse ist, dass sie ihre Form verändern kann – dadurch können wir sowohl nahe als auch weiter entfernte Gegenstände "scharf stellen".

Hinter der hinteren Augenkammer befindet sich der Glaskörper. Er füllt etwa zwei Drittel des Augapfels aus – und zwar den Raum zwischen der Rückfläche der Linse und der Netzhaut. Der Glaskörper besteht aus einer weichen gallertartigen Masse, die größtenteils aus Wasser besteht. Durch die weiche Konsistenz ist der Glaskörper verantwortlich dafür, dass der Augapfel bei Verletzungen nicht seine Form verliert – er dient sozusagen als eine Art Stoßdämpfer.

Die Wand des Augapfels baut sich zwiebelschalenartig aus insgesamt drei Hautschichten auf: