Adrenalin

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (14. Januar 2011)

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Bei Angst, Stress oder Aufregung steht der Körper förmlich unter Strom und plötzlich ist man hellwach. Für diesen schnellen Energieschub ist das Hormon Adrenalin verantwortlich – in Belastungssituationen versetzt es den Körper in Alarmbereitschaft. Es sorgt dafür, dass der Organismus Energiereserven mobilisiert und dadurch innerhalb kürzester Zeit leistungsfähiger wird.

Der Begriff Adrenalin stammt aus dem Lateinischen (adrenal = bei der Niere) und gibt Hinweise auf den Entstehungsort des Hormons im Körper: Es wird im Nebennierenmark gebildet. Neben körperlichem und emotionalem Stress, Angst und Aufregung können auch Kälte, Schock, Erschöpfung oder eine Unterzuckerung (Hypoglykämie) die Ausschüttung von Adrenalin auslösen.

Hormone sind Botenstoffe, die lebenswichtige Funktionen wie zum Beispiel Stoffwechsel, Kreislauf und Atmung steuern und regulieren. Adrenalin gehört neben Noradrenalin und Dopamin zu einer Gruppe von Hormonen (Katecholaminen), die für Hemmung und Erregung zuständig sind.

Wie die meisten anderen Hormone auch, gelangt Adrenalin über den Blutkreislauf in den ganzen Körper. Die einzelnen Körperzellen verfügen jedoch über spezifische Andockstellen (Rezeptoren), sodass sie immer nur bestimmte Hormone binden können. Auf Adrenalin sprechen beispielsweise die Herzmuskel- und Leberzellen an. Dort bindet sich Adrenalin an die Rezeptoren und aktiviert Prozesse, die der Energiebereitstellung dienen. So bewirkt es zum Beispiel, dass die Leberzellen vermehrt Zucker (Glukose) abgeben und dass Fettsäuren aus den Fettdepots ins Blut gelangen und den Zellen zur Energiegewinnung bereitstehen.

Die Ausschüttung Adrenalin ist für den Körper wichtig, um in Belastungssituationen bestehen zu können. Ein Zuviel an Adrenalin kann sich jedoch auch negativ auf die Gesundheit auswirken: Wenn der Körper ständig unter Strom steht, kann es zu Bluthochdruck und einem überaktiven Stoffwechsel kommen.