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Adrenalin: Funktionen im Körper

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (14. Januar 2011)

Adrenalin zählt zu den sogenannten Stresshormonen. In Stresssituationen ist der Energiebedarf des Körpers besonders hoch. Zu den Funktionen von Adrenalin im Körper gehört es, Kräfte bereitzustellen (z.B. bei einer drohenden Gefahr oder einer emotionalen Belastung). Dafür braucht der Körper Zucker (Glukose) und Fette. Adrenalin überträgt an die Leberzellen ein Signal, vermehrt Glukose freizugeben. In der Folge erhöht sich der Blutzuckerspiegel.

Außerdem aktiviert Adrenalin ein Enzym, das Fett aus den Fettdepots in Fettsäuren umwandelt. Diese gelangen über das Blut zu anderen Geweben, wo sie zur Energiegewinnung benötigt werden.

Adrenalin verbessert darüber hinaus die Sauerstoffversorgung des Organismus: Durch seine Ausschüttung beschleunigt sich der Herzschlag, der Atem geht schneller und Pupillen und Bronchien weiten sich. Der Sauerstoffgehalt im Blut nimmt zu, sodass die Zellen gut mit Sauerstoff versorgt werden, den sie zur Energiegewinnung brauchen. Auch der Blutdruck steigt. Durch den Adrenalinstoß steht dem Körper kurzfristig zusätzliche Energie zur Verfügung – er ist für den Notfall gerüstet.

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Andere Organe, die in einer Gefahrensituation nicht von Bedeutung sind, werden bei einer Adrenalinausschüttung quasi "heruntergefahren". So verlangsamt sich zum Beispiel die Darmbewegung und die Darmdurchblutung nimmt ab. Im Gehirn steigert Adrenalin die Aufmerksamkeit und erzeugt eine starke Erregung, die mit Angstgefühlen einhergehen kann.

Auch äußerlich zeigt sich ein Adrenalin-Kick: Kalter Schweiß rinnt, die Haut erblasst und das Herz rast. Wenn das erhöhte Energiepotenzial nicht abgebaut wird, beginnen die Muskeln zu zittern – der Körper steht förmlich unter Hochspannung.

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