Verhütungsring (Vaginalring): Wirkungsweise

Veröffentlicht von: Till von Bracht

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Der Verhütungsring (Vaginalring) wirkt prinzipiell wie die Antibabypille. Pro Tag setzt der Verhütungsring eine bestimmte Menge an Östrogen (in Form von Ethinylestradiol) und Gestagen (in Form von Etonogestrel) frei. Über die Scheidenwand gelangen diese beiden Hormone in den Blutkreislauf.

Die Freisetzung der Hormone Ethinylestradiol und Etonogestrel aus dem Verhütungsring verhindert zum einen den Eisprung. Zusätzlich machen die Hormone den natürlichen Schleim im Gebärmutterhals zäh. Den Spermien wird der Weg in die Gebärmutter so erschwert. Die Hormone beeinflussen außerdem die Gebärmutterschleimhaut und verhindern, dass eine befruchtete Eizelle sich dort einnisten kann.

Dank der regelmäßigen und kontinuierlichen Wirkstoffabgabe sind die Hormonspiegel, anders als bei der täglichen Einnahme einer Pille, gleichmäßig. Dies hat den Vorteil, dass der Verhütungsring gut verträglich ist. Zwischenblutungen, die durch Hormonschwankungen ausgelöst werden könnten, kommen nur selten vor. Auch die Dauer und der Beginn der Monatsblutungen in der ringfreien Woche verlaufen sehr regelmäßig.

Anders als bei der Antibabypille bleibt die Wirksamkeit des Vaginalrings bei Magenverstimmungen, Erbrechen und Durchfall gewährleistet.

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