Verhütungspflaster: Anwendung

Veröffentlicht von: Dr. rer. nat. Geraldine Nagel

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Das Verhütungspflaster muss einmal wöchentlich gewechselt werden. Wenn Sie das Pflaster zum ersten Mal anwenden, kleben Sie das Verhütungspflaster am ersten Tag der Menstruation auf und ersetzen es nach einer Woche (immer am gleichen Wochentag) durch ein neues. Die Uhrzeit spielt dabei keine Rolle, was ein hohes Maß an Flexibilität bedeutet.

Nach drei Wochen legen Sie eine siebentägige Pause ein, in der es zur Regelblutung kommt. Innerhalb dieser Pause sind Sie weiterhin vor einer Schwangerschaft geschützt. Nach der siebentägigen Pause kleben Sie ein neues Pflaster auf und beginnen einen neuen 4-Wochen-Zyklus – auch wenn die Regelblutung eventuell noch nicht beendet oder möglicherweise noch gar nicht eingetreten ist.

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Das Verhütungspflaster gilt als relativ sicheres Verhütungsmittel.

Ein 4-Wochen-Zyklus besteht immer aus drei Wochen Verhütungspflaster (eins pro Woche) und einer Woche Pflasterpause.

Achtung: Falls Sie versehentlich eine längere Pause als sieben Tage gemacht haben, besteht kein Verhütungsschutz mehr. Kleben Sie in diesem Fall ein neues Pflaster auf und beginnen Sie einen neuen 4-Wochen-Zyklus. In den ersten sieben Tagen ist nun kein Verhütungsschutz gegeben, Sie müssen also zusätzlich verhüten, zum Beispiel mit Kondomen.

Das hautfarbene Verhütungspflaster ist 4,5 x 4,5 Zentimeter groß. Sie können es auch unter enger Kleidung tragen, da es so dünn ist, dass es nicht aufträgt. Es gibt vier Bereiche am Körper, an denen Sie das Pflaster aufkleben können:

Kleben Sie das Verhütungspflaster immer auf eine saubere, trockene Stelle. Variieren Sie außerdem bei jedem Wechsel die Klebestelle des Pflasters, um die Haut nicht zu sehr zu strapazieren – bleiben Sie aber innerhalb eines Zyklus im selben Körperbereich. Verzichten Sie an der Klebestelle vor dem Aufkleben auf Cremes oder Bodylotion.

Das Verhütungspflaster haftet gut, sodass Sie keine Angst haben müssen, dass es sich beim Duschen oder Baden ablöst. Auch Sport, Schwimmen oder Saunabesuche setzen die Haftfähigkeit und Wirksamkeit des Verhütungspflasters nicht herab.

Sollte sich das Verhütungspflaster dennoch lösen, können Sie innerhalb von 24 Stunden ein neues aufkleben, ohne dass eine zusätzliche Verhütung notwendig ist. Sind seit dem Ablösen jedoch mehr als 24 Stunden vergangen, sollten Sie einen neuen Pflasterzyklus beginnen. In den ersten sieben Tagen dieses Zyklus ist dann eine zusätzliche Verhütungsmethode erforderlich (z.B. Kondome).

Hat sich das Verhütungspflaster nur teilweise gelöst, drücken Sie es einfach wieder fest. Bleibt es dadurch von alleine wieder kleben, können Sie das Pflaster planmäßig weiter verwenden.

Wenn Sie vergessen haben, das Verhütungspflaster pünktlich zu wechseln: Zwar sollten Sie das Verhütungspflaster immer alle sieben Tage wechseln, es gibt jedoch bis zu zwei Tage (48 Stunden) über den eigentlichen Zeitpunkt hinaus noch genügend Hormone ab, um vor einer Schwangerschaft zu schützen. Innerhalb dieses Zeitraums können Sie den Pflasterwechsel also nachholen. Liegt der Zeitpunkt jedoch länger als zwei Tage zurück, ist kein Verhütungsschutz mehr gegeben. Wechseln Sie in diesem Fall das Pflaster aus und beginnen Sie einen neuen 4-Wochen-Zyklus. In der ersten Woche müssen Sie außerdem zusätzlich durch eine andere Methode verhüten (z.B. Kondome).

Wichtiger Hinweis: Das Pflaster darf nicht bemalt oder beschnitten werden, die Wirksamkeit ist dadurch nicht mehr gewährleistet!

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