Pille danach: Wirkungsweise

Veröffentlicht von: Till von Bracht

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Die genaue Wirkungsweise des Wirkstoffs Levonorgestrel ist nicht vollständig bekannt. Die klassische Pille danach verzögert oder unterdrückt den Eisprung und verhindert so eine Befruchtung der Eizelle. Es wird angenommen, dass der Wirkstoff Levonorgestrel außerdem den Schleim der Gebärmutter verdickt und so den männlichen Samenzellen den Weg in die Gebärmutter versperrt.

Der Wirkstoff Ulipristal ist ein sogenannter selektiver Progesteronrezeptor-Modulator. Auch die neue Pille danach hemmt die Eizellreifung und verzögert oder unterdrückt den Eisprung. Bei einer Gabe kurz vor dem Eisprung kann nur Ulipristalacetat den Eisprung noch verzögern. Levonorgestrel wirkt in den letzten zwei Tagen vor der Ovulation nicht mehr sicher.

Dies beeinflusst die Effektivität der Präparate: Ersten Vergleichsstudien zufolge schützt Ulipristial effektiver vor einer ungewollten Schwangerschaft als Levonorgestrel. Für gesicherte Aussagen müssen die Ergebnisse durch weitere Studien bestätigt werden.

Sobald sich die Eizelle in die Gebärmutter eingenistet hat, wirkt die Pille danach nicht mehr. Im Unterschied zur Abtreibungspille führt sie daher nicht zum Abbruch einer Schwangerschaft.

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