Verhütungscomputer (Zykluscomputer): Hormonmessung im Urin

Veröffentlicht von: Wiebke Raue

Jupiterimages/iStockphoto
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Auch zur Hormonmessung im Urin kann ein Verhütungscomputer zum Einsatz kommen. Dabei verwendet man einen Teststreifen, der die Hormonwerte im Urin misst, welche anschließend vom Computer ausgewertet werden.

Der Computer bestimmt dabei die Konzentration des sogenannten luteinisierenden Hormons (LH) und des Östrogens (Östron-3-Glucorind). Beide Hormone geben Aufschluss darüber, ob die Frau gerade fruchtbar beziehungsweise unfruchtbar ist.

Ist der Östrogenspiegel am höchsten, wird vermehrt LH freigesetzt. Etwa 24 bis 36 Stunden nach Beginn des LH-Anstiegs ist das Maximum erreicht und es kommt zum Eisprung. Möchte eine Frau schwanger werden, sollte sie innerhalb der nächsten 24 Stunden nach Beginn des LH-Anstiegs Geschlechtsverkehr haben.

Der Verhütungscomputer zur Hormonmessung signalisiert jeden Tag zum Beispiel mithilfe verschieden gefärbter Leuchten beziehungsweise Balken, in welcher Zyklusphase sich die Frau befindet und ob sie gerade fruchtbar ist. Zu Beginn der Menstruation betätigt die Anwenderin einen Knopf. Nach einigen Tagen erinnert der Computer durch ein Leuchtsignal daran, dass nun die Hormonkonzentration im Urin gemessen werden muss. Dazu taucht die Frau einen Teststreifen in den Morgenurin und führt diesen Streifen in den Computer ein. Im ersten Monat müssen 16 Messungen, in den folgenden Monaten acht vorgenommen werden. Die Teststreifen (Ovulationstests) erhalten Sie zum Beispiel in der Drogerie.

Die Hormonmessung im Urin ist weniger als Verhütungsmethode geeignet, sondern vor allem für Paare mit Kinderwunsch. Durch Geschlechtsverkehr während der fruchtbaren Tage können sie die Wahrscheinlichkeit, schwanger zu werden, erhöhen.

Besonderheiten

Diese Methode sollte nur unter folgenden Voraussetzungen angewendet werden:

Die Methode sollte nicht angewendet werden:

Der Vorteil dieser Verhütungsmethode besteht vor allem darin, dass dem Körper keinerlei Fremdstoffe einschließlich Hormone zugeführt werden. Zudem muss die Frau nicht – wie bei der Temperaturmethode – jeden Morgen die Körpertemperatur ermitteln.

Nachteil der Methode ist, dass sie relativ kostspielig ist, da monatlich mehrere Teststreifen benötigt werden.

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