Depotpräparate (Dreimonatsspritze), Hormonimplantat: Dreimonatsspritze (Depotspritze)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion

Jupiterimages/PhotoDisc
Anzeige

Bei der Dreimonatsspritze (Depotspritze) handelt es sich um Hormone, die in den Muskel gespritzt werden und dann über einen Zeitraum von drei Monaten Stück für Stück in den Körper abgegeben werden. Zudem gibt es Präparate, die mit einer Spritze nicht in den Muskel, sondern unter die Haut (subkutan) verabreicht werden.

Der Arzt spritzt alle drei Monate ein Präparat, das in hoher Dosis Gestagene (Gelbkörperhormone) enthält, entweder in den Gesäß- oder Oberarmmuskel oder unter die Haut – je nach Art der Dreimonatsspritze. Die Depotspritze unterdrückt den Eisprung über einen Zeitraum von acht bis zwölf Wochen. Die empfängnisverhütende Wirkung bleibt aber bestehen, weil die Dreimonatsspritze den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut bremst und den Schleim im Gebärmutterhals für Spermien undurchdringlich macht.

Nebenwirkungen

Als Nebenwirkungen der Dreimonatsspritze können zum Beispiel folgende Beschwerden auftreten:

Aber auch unregelmäßige Blutungen und Dauerschmierblutungen können auftreten; diese kommen anfangs bei annähernd 80 Prozent aller Frauen vor. Auch nach zwölf Monaten sind immer noch 50 Prozent aller behandelten Frauen von dieser Nebenwirkung betroffen, was viele dazu veranlasst, diese Verhütungsmethode wieder aufzugeben. Nach der fünften bis sechsten Injektion bleibt außerdem häufig die Regel aus (Amenorrhö). Besonders problematisch ist, dass der Zyklus auch nach Absetzen der Spritzen häufig nur sehr zögerlich wieder in Gang kommt.

Da die Dreimonatsspritze stärker als die Antibabypille in den Hormonhaushalt eingreift, darf ein Arzt sie nur Frauen verabreichen, die andere Verhütungsmethoden nicht vertragen oder die Pille zum Beispiel aus gesundheitlichen Gründen nicht einnehmen können.

Sicherheit

Der Pearl-Index der Depotspritzen beträgt 0,3 bis 0,88. Die Methode ist als sehr sicher anzusehen.

Anzeige