Pubertät bei Jungen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion

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Ohne dass du es beeinflussen kannst, verändert sich dein Körper während der Pubertät in einem rasantem Tempo. Viele Jungen machen sich dabei Sorgen wegen ihrer Körpergröße und -form. Doch die Pubertät verläuft bei jedem Jungen anders – wir erklären dir, wie sich dein Körper in dieser aufregenden Zeit verändert.

Die Pubertät bei Jungen beginnt etwa im Alter von 11 Jahren und ist etwa mit 19 Jahren abgeschlossen. Häufig macht der Körper während der Entwicklung regelrechte Wachstumsschübe durch, bei denen er sich schnell wandeln kann. Dabei nimmst du zunehmend männliche Formen an: Deine Muskelmasse wächst, deine Schultern werden breiter und deine Hüfte schmaler.

Doch wer steuert das Wachstum? Hauptsächlich deine Hormone! Den Startschuss für die Entwicklung gibt die sogenannte Hirnanhangdrüse (Hypophyse) im Gehirn: Sie veranlasst, dass der Körper das männliche Geschlechtshormon Testosteron herstellt. Testosteron sorgt unter anderem für das Wachstum des Penis und der Hoden und bewirkt die Reifung der Samenzellen. Auch die Haut verändert sich durch die hormonelle Umstellung: Die Drüsen in der Haut erreichen in der Pubertät ihre volle Funktion. Manchmal bilden sie in dieser Phase vorübergehend zu viel Talg – deshalb neigt die Haut während der Pubertät eher zu Pickeln.

Die Stimme verändert sich

Während der Pubertät wachsen bei Jungen die Stimmbänder und der Kehlkopf – und die Stimme verändert sich: Aus der Jungenstimme entwickelt sich zunehmend eine Männerstimme – diesen Vorgang bezeichnet man als Stimmbruch. Typisches Anzeichen hierfür ist, dass beim Sprechen plötzlich die Stimme bricht, kippt oder quietscht. Die Umstellung von der Jungen- zur Männerstimme findet zwischen 11 und 16 Jahren statt. Am Ende ist die Stimme dann rund eine Oktave tiefer als vor dem Stimmbruch. Die Dauer der Umstellung beträgt meist ein halbes Jahr – es braucht eine Weile, bis man sich an die neue Stimme gewöhnt hat und die Töne nicht mehr verrutschen.

Der erste Bartwuchs

Der männliche Bartwuchs gehört zu den sekundären Geschlechtsmerkmalen. Diese entwickeln sich erst mit Beginn der Pubertät. Bei Jungen bildet sich zunächst ein weicher Flaum über der Oberlippe, der zunehmend in Bartstoppeln übergeht. Nach und nach verdichtet sich die Behaarung um Kinn und Wangen. Der erste Bartwuchs hängt von der Erbanlage (den Genen) ab und ist bei jedem Jungen unterschiedlich – einige Jungen sind stärker, andere weniger behaart. Entgegen der häufigen Annahme fördert häufiges Rasieren den Bartwuchs nicht. Wann du dein Barthaar rasieren willst, entscheidest du selbst. Dazu kannst du unter verschiedenen Methoden auswählen: Manche Jungen bevorzugen die Nassrasur, andere nehmen lieber einen elektrischen Rasierer. Nach dem Rasieren kannst du ein wenig Aftershave-Lotion auftragen, um die gereizte Haut zu desinfizieren und zu beruhigen.

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Bei manchen Jungen sprießen die ersten Barthaare schon recht kräftig, bei anderen weniger. Wie oft man sich rasiert, hat aber keinen Einfluss auf den Bartwuchs.
Auch die Achselhaare beginnen in der Pubertät langsam zu wachsen und die Schweißdrüsen geben vermehrt Schweiß und Duftstoffe ab. Dabei entwickelt jeder Junge seinen eigenen Körpergeruch. Zu starke oder unangenehme Gerüche kannst du vermeiden, indem du dich jeden Tag gründlich wäschst. Zusätzlich kann ein mildes Körperdeo Abhilfe schaffen.

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