Zwischenblutung

Veröffentlicht von: Sandra von dem Hagen

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Die Monatsblutung tritt in einem Zyklus von durchschnittlich 28 Tagen auf. Sie nimmt über ein bis zwei Tage zu und lässt dann allmählich wieder nach. Zwischenblutungen treten meist als schwache Schmierblutungen (Spotting) außerhalb dieser Zeit auf. Selten sind sie stärker ausgeprägt als die gewöhnliche Periode (Metrorrhagie).

Was ist eine Zwischenblutung?

Als Zwischenblutung werden Blutungen aus der Scheide bezeichnet, die zusätzlich zur regelmäßigen Monatsblutung (Periode) auftreten.

Zu den Zwischenblutungen zählen:

Ursachen für Zwischenblutungen

Unter den 35- bis 50-jährigen Frauen hat etwa jede fünfte Zwischenblutungen. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um hormonelle Störungen. Je nachdem, wann die Zwischenblutung auftritt, kommen aber verschiedene Ursachen infrage.

Ursache für regelmäßig auftretende Zwischenblutungen zu einem festen Zeitpunkt im Menstruationszyklus ist meist ein Östrogenmangel als Ursache. Seltener werden sie durch eine Erkrankung ausgelöst.

Hormonelle Ursachen für Zwischenblutungen können beispielsweise sein:

Unregelmäßig auftretende Zwischenblutungen haben meistens eine organische Ursache, werden also gewöhnlich durch eine Erkrankung ausgelöst.

Organische Ursachen für Zwischenblutungen können sein:

Weitere Ursachen für eine Zwischenblutung können sein:

Was kann man gegen Zwischenblutungen tun?

Bei Zwischenblutungen ist es wichtig herauszufinden, ob eine organische Ursache dahintersteckt oder ob es sich um eine hormonell bedingte Zwischenblutung handelt.

Lassen Sie daher eine Zwischenblutung immer ärztlich abklären, auch wenn Sie sie nicht als störend empfinden.

Um organische Ursachen zu erkennen beziehungsweise auszuschließen, wird der Frauenarzt zunächst wichtige Punkte abfragen, wie beispielsweise:

Anschließend wird er

Je nach Ergebnis können im Weiteren

Haben die Zwischenblutungen einen organischen Hintergrund, wird der Arzt die entsprechende Therapie einleiten.

Sind hormonelle Schwankungen Auslöser der Zwischenblutung, können diese mit Hormonpräparaten behandelt werden. Häufig werden dafür Kombipräparate aus Gestagenen und Östrogen verwendet.

Zwischenblutung: Weitere Informationen

Quellen:

Online-Informationen des Pschyrembel: www.pschyrembel.de (Stand: 18.4.2017)

Weyerstahl, T., Stauber, M.: Gynäkologie und Geburtshilfe. Thieme, Stuttgart 2013

Kirschbaum, M., Münstedt K.: Checkliste Gynäkologie und Geburtshilfe. Thieme, Stuttgart 2005

Aktualisiert am: 24. Juli 2017

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