Müdigkeit

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion

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Müdigkeit ist meist ein ganz normaler, nicht krankhafter Zustand: Dahinter können körperliche oder seelische Anstrengungen stecken – und natürlich zu wenig Schlaf. Wenn man sich allerdings müde fühlt, ohne dass dies durch Anstrengung oder Schlafmangel zu erklären ist, kann das ein Symptom für eine Erkrankung sein.

Nur sehr wenige Menschen suchen einen Arzt auf, weil sie sich müde und abgeschlagen fühlen. Oft geschieht dies erst, wenn eine scheinbar grundlose Müdigkeit den Alltag beeinträchtigt. Dabei kann die Abgeschlagenheit dadurch entstehen, dass man sich entweder dauernd müde fühlt (sog. Dauermüdigkeit) oder zu schnell ermüdet.

Das Gefühl der Erschöpfung, das sich bei Müdigkeit breitmacht, äußert sich zum einen durch körperliche Schlappheit und eine Neigung einzuschlafen. Zum anderen wirkt sich die Übermüdung auch auf nicht-körperliche Bereiche aus: Wer müde und schlapp ist, …

Die möglichen Gründe für Müdigkeit sind vielfältig. Dass chronische (d.h. andauernde) Müdigkeit und die damit verbundenen Einschränkungen durch Schlafstörungen bedingt sein können, ist einleuchtend: Der Schlaf dient der Erholung und ist wichtig dafür, dass das Immunsystem funktioniert. Darüber hinaus kann der Mensch im Schlaf sein Gedächtnis und Erlerntes festigen.

Neben einem gestörten Schlaf kann extreme Müdigkeit aber viele weitere Ursachen haben. Dazu gehören vor allem Virusinfektionen der Atemwege. Doch auch andere Erkrankungen, seelische Störungen oder verschiedene Medikamente können dafür verantwortlich sein, dass man sich schnell oder ständig müde fühlt. Nicht zuletzt können die eigene Lebensweise (z.B. Alkoholkonsum) oder Umwelteinflüsse dahinterstecken.

Dabei bedeutet müde nicht gleich müde: Die Ausprägung kann von leichten Beschwerden einer Übermüdung bis zum chronischen Müdigkeitssyndrom reichen, bei dem eine bleierne Müdigkeit die Leistungsfähigkeit und Lebensqualität stark mindert.

Über 30 Prozent der deutschen Bevölkerung sind manchmal oder häufig so müde, dass sie sich davon beeinträchtigt fühlen. Frauen empfinden häufiger eine so starke Müdigkeit als Männer. Angehörige höherer sozialer Schichten und Menschen in Partnerschaften sind seltener betroffen.

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