Schmerzen im Bein (Beinschmerzen)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion

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Schmerzen im Bein können viele verschiedene Ursachen haben. Manchmal steckt nur ein Muskelkater oder eine Überlastung (etwa durch Sport) dahinter. Beinschmerzen können aber auch durch Verletzungen, Durchblutungsstörungen, Gelenkerkrankungen oder neurologische Probleme entstehen.

Im Bein verlaufen zahlreiche Muskeln, Sehnen, Bänder, Nerven und Blutgefäße, die vor allem bei Verletzungen schmerzen können. Häufige Auslöser von Beinschmerzen sind zum Beispiel:

Schmerzen im Bein können sich bei Belastung (z.B. beim Auftreten oder Treppensteigen) oder auch in Ruhestellung bemerkbar machen. Abhängig von der Ursache äußern sich Beinschmerzen beispielsweise durch plötzliche stechende Schmerzen (z.B. bei einem Achillessehnenriss), ziehende Schmerzen (z.B. bei einer Beinvenenthrombose) oder durch eine Schwellung (z.B. bei einem Muskelfaserriss). In manchen Fällen – wie bei einer Kniegelenksentzündung – fühlt sich der schmerzhaft geschwollene Bereich außerdem besonders warm an. Oft schränken Schwellungen und Schmerzen im Bein die Beweglichkeit ein. Sind Nerven und Muskeln geschädigt, können zusätzlich Empfindungsstörungen wie Taubheit, Kribbeln oder Lähmungen auftreten.

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Wenn Schmerzen in den Beinen länger anhalten, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

In vielen Fällen dauern Beinschmerzen nicht besonders lange an und verschwinden von selbst, zum Beispiel wenn Muskelkater oder andere kurzzeitige Überlastungen die Ursache sind. Wenn Beinschmerzen allerdings länger anhalten, sehr stark sind oder nach einem Unfall eine Verletzung vorliegt, ist es ratsam, dass Sie zeitnah einen Arzt aufsuchen.

Der Arzt geht der Ursache der Beinschmerzen auf den Grund und empfiehlt eine geeignete Therapie. Unter Umständen sind Bandagen oder Salbenverbände sinnvoll, beispielsweise bei Kniegelenkbeschwerden. Linderung verschaffen aber in manchen Fällen auch entzündungshemmende Schmerzmittel (z.B. mit Wirkstoffen wie Acetylsalicylsäure, Diclofenac). Bei starken Gelenkbeschwerden können Gelenkspritzen und Gelenkspülungen helfen, die Kortison oder örtliche Betäubungsmittel (Lokalanästhetika) enthalten. Sind Durchblutungsstörungen die Ursache der Schmerzen im Bein, setzt der Arzt durchblutungsfördernde beziehungsweise blutverdünnende Medikamente ein.

Ob vorübergehende Schonung oder Bewegung, Wärme oder Kühlung besser sind, hängt von der jeweiligen Ursache Ihrer Beinschmerzen ab – lassen Sie sich hierzu von Ihrem Arzt beraten.

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