Weibliche Geschlechtsorgane – Anatomie der Frau: Innere Geschlechtsorgane

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion

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Die Eierstöcke (Ovarien, Einzahl: Ovar) liegen zu beiden Seiten der Gebärmutter. Sie sind die weiblichen Keimdrüsen. Ein Eierstock hat bei der geschlechtsreifen Frau die Form und Größe einer kleinen Pflaume und ist etwa 7 bis 14 Gramm schwer. Die Eierstöcke sind mit bindegewebigen, elastischen Bändern zwischen Gebärmutter und Beckenwand aufgehängt, ebenso wie die Eileiter. Durch eine besondere Bauchfellfalte sind die Ovarien an der rückwärtigen Seite des breiten Mutterbands befestigt, dadurch hängen sie bei der stehenden Frau fast senkrecht.

Die Aufgabe der Eierstöcke ist es, Eizellen zu produzieren. Zudem stellen die Eierstöcke Hormone her (z.B. Östrogene, die weiblichen Geschlechtshormone), welche in die Blutbahn gelangen.

Das Oberflächen- oder Keimgewebe der Eierstöcke besteht aus Mark und Rinde. Die bindegewebige Markschicht enthält zahlreiche Gefäße, während die Rindenschicht die Eibläschen (Follikel) enthält.

Beim neugeborenen Mädchen sind in beiden Eierstöcken zusammen circa ein bis zwei Millionen Anlagen von Eibläschen, sogenannte Primärfollikel vorhanden. Der größte Teil davon geht im Laufe des Lebens zugrunde. In der geschlechtsreifen Zeit der Frau können sich nur etwa 300 bis 500 Eibläschen zu Reifefollikeln ausbilden. Jeden Monat reifen ein bis zwei Eibläschen zum sprungreifen Follikel heran, welcher dann Follikelhormone (Estradiol und Estron) enthält. Jeder Follikel wird bis zu 24 Millimeter groß und platzt schließlich auf – die Eizelle wird ausgestoßen und vom Fransentrichter des Eileiters aufgenommen – diesen Vorgang bezeichnet man auch als Eisprung. Der Eileiter befördert die Eizelle weiter in Richtung Gebärmutter.

Im Eierstock bleibt randständiges Follikelgewebe zurück und wird zum Gelbkörper (Corpus luteum) umgebaut, in dem die Zellen einen leuchtend gelben Farbstoff einlagern. Der Gelbkörper bleibt normalerweise zwei Wochen erhalten und sondert Gelbkörper- und Follikelhormone ab (Östrogen und Progesteron), die den vorzeitigen Abbau der Gebärmutterschleimhaut (Menstruation) verhindern.

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