Vergewaltigung, sexuelle Nötigung: Täter und Opfer

Veröffentlicht von: Wiebke Raue

Jupiterimages/Hemera
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Sexuelle Nötigung oder eine Vergewaltigung können das ganze Leben umkrempeln. Opfer kann jeder werden – unabhängig vom Alter oder Aussehen einer Person. Auch die soziale Herkunft oder die Kleidung spielen keine oder nur einer untergeordnete Rolle. Vielmehr sucht der Täter nach einem Opfer, das er relativ leicht überwältigen kann und das gerade "verfügbar" ist. Einen 100%igen Schutz vor einer Vergewaltigung gibt es also nicht.

Eine Vergewaltigung hat nicht nur körperliche, sondern auch seelische Folgen, die ein Leben lang anhalten können. Das Geschehen ist häufig mit Todesangst verbunden – durch den Schock sind viele Frauen nicht in der Lage, sich zur Wehr zu setzen.

Jeder reagiert unterschiedlich auf eine Vergewaltigung, sowohl währenddessen als auch danach. Zunächst einmal setzt meist ein Schutzmechanismus ein. Während sich einige Opfer vor Angst nicht regen können, versuchen andere, sich zu verteidigen. Wieder andere sind besonders freundlich zum Täter, um ihn so milde zu stimmen und Schlimmeres zu verhindern.

Die Täter

Bei einer Vergewaltigung demütigt und erniedrigt der Täter sein Opfer ganz gezielt. Eine Vergewaltigung hat also weniger etwas mit unkontrolliertem Lustgewinn eines Mannes zu tun. Es geht ihm weniger um Sex, sondern vielmehr um das Gefühl von Macht, das der Täter über das Opfer empfindet. Für den Täter ist es eine Befriedigung, einen anderen Menschen zu kontrollieren und Macht über ihn auszuüben. Viele Vergewaltiger haben nur ein geringes Selbstwertgefühl.

Die meisten Täter:

In mehr als der Hälfte der Fälle erfolgt die Vergewaltigung in der Wohnung von Opfer oder Täter.

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