Smegma

Veröffentlicht von: Wiebke Raue

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Smegma – das ist die weißlich-gelbe, käsige Substanz, die sich im Intimbereich beim Mann zwischen Vorhaut und Eichel bildet. Auch bei der Frau ist Smegma zu finden, nämlich zwischen Schamlippen und Klitoris.

Smegma (griech.: Seife, Salbe) besteht aus Talgabsonderungen, abgestorbenen Hautzellen sowie aus Urin- und (gegebenenfalls) Spermarückständen. Da es einen guten Nährboden für Krankheitserreger darstellt, ist es sehr wichtig, Penis und Vaginalbereich regelmäßig zu reinigen. Andernfalls verbreitet das Smegma nicht nur einen unangenehmen Geruch – auch Infektionen im Intimbereich können die Folge sein.

Smegma entsteht bei jedem Menschen. Sichtbar wird es allerdings in der Regel nur bei mangelnder Hygiene.

Wer Smegma nicht täglich entfernt, erhöht sein Risiko für Entzündungen im Genitalbereich. Viele Wissenschaftler sehen zudem einen Zusammenhang zwischen Smegma und der Entstehung von Peniskrebs. Männer, die nicht beschnitten worden sind, bekommen deutlich häufiger Peniskrebs als Männer, deren Penis in jungen Jahren beschnitten wurde. Bei beschnittenen Männern ist keine Vorhaut mehr vorhanden, unter der sich Smegma ansammeln könnte. Daher vermuten Forscher, dass Smegma durch dauerhafte Entzündungen des Penis einen Risikofaktor für Peniskrebs darstellt.

Beim Mann bildet sich Smegma zwischen dem Innenblatt der Vorhaut und der Eichel des Penis (sog. Smegma praeputii, „Praepution“ = Vorhaut). Die Vorhaut des Penis legt sich in einer Doppelfalte schützend um die Eichel.

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Bei der Frau entsteht Smegma zwischen den Hautfalten der inneren und äußeren Schamlippen und der Klitoris (sog. Smegma clitoridis).


Smegma und Vorhautverengung

Ist die männliche Vorhaut verengt (sog. Phimose), kann der Mann das Smegma oft nicht gründlich genug entfernen. Durch Bakterien oder Pilze, die sich auf dem Smegma ansiedeln, können sich die Eichel und das innere Vorhautblatt entzünden. Ärzte sprechen dann auch von einer Balanoposthitis (Balanitis = Eichelentzündung, Posthitis = Vorhautentzündung). Bei einer leichten Phimose hilft es meist, die verengte Vorhaut mithilfe von steroidhaltigen Salben zu dehnen. Hat diese Maßnahme keinen Erfolg, kann der Arzt die Vorhaut erweitern (sog. Präputiumsplastik) oder operativ entfernen (Zirkumzision).

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