Sodbrennen in der Schwangerschaft

Veröffentlicht von: Sandra von dem Hagen

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Sodbrennen zählt zu den häufigsten Schwangerschaftsbeschwerden. Bis zu 80 Prozent der Schwangeren haben im Lauf der Schwangerschaft mit Sodbrennen zu kämpfen, besonders im letzten Schwangerschaftsdrittel (3. Trimester).

Gewöhnlich ist der Magen durch einen Schließmuskel zur Speiseröhre hin verschlossen, um so zu verhindern, dass Magensaft in die Speiseröhre fließt. In der Schwangerschaft beeinflussen jedoch wichtige Schwangerschaftshormone die Festigkeit von Bindegewebe und Muskeln – als Folge wird der Schließmuskel schlaffer.

Häufig ist es ein Zusammenspiel dieser Faktoren, die in der Schwangerschaft zu starkem Sodbrennen führen.

Sodbrennen äußert sich durch schmerzhaftes Brennen hinter dem Brustbein, das sich vom Oberbauch bis in den Hals erstrecken kann. Es entsteht, wenn Magensaft in die Speiseröhre gelangt und die Schleimhaut reizt.

Wie kann ich Sodbrennen vorbeugen?

Sie können Sodbrennen in der Schwangerschaft vorbeugen, indem Sie auf eine vernünftige Ernährung achten, beispielsweise indem Sie wenige große Mahlzeiten in mehrere kleinere aufteilen. Auch kleine Snacks, wie beispielsweise Haselnüsse oder Studentenfutter, können schnelle Abhilfe schaffen. Vermeiden Sie außerdem schwere, fettige und sehr scharfe Speisen. Essen Sie bewusst langsam!

  • Langsames Essen,
  • gründliches Kauen und
  • wenig Trinken während des Essens
können Sodbrennen in der Schwangerschaft verhindern oder verringern.

Essen Sie möglichst kurz vor dem Schlafen nichts mehr und nehmen Sie zum Schlafen eine Position ein, in der die Gebärmutter möglichst wenig auf den Magen drückt. Bei einigen Schwangeren reicht es hierfür schon aus, wenn sie sich ein weiteres Kissen hinter Kopf und Rücken legen. Andere müssen den Oberkörper aufrecht lagern, um überhaupt schlafen zu können. Doch keine Sorge: Nach der Geburt verschwindet das Sodbrennen wieder.

Tragen Sie auch tagsüber bequeme, lockere Kleidung, die nicht in den Bauch drückt.

Was kann ich gegen Sodbrennen in der Schwangerschaft tun?

Wenn Sie dem Sodbrennen nicht vorbeugen konnten, ist es dennoch möglich, die Beschwerden zu lindern.

Bestimmte Lebensmittel regen die Produktion der Magensäure an – in einigen Fällen kann es schon ausreichen, auf diese Lebensmittel gezielt zu verzichten, um das Sodbrennen in der Schwangerschaft erträglicher zu machen. Zu den säurebildenden Lebensmitteln zählen beispielsweise:

Jede Schwangere reagiert auf andere Lebensmittel empfindlich. Daher ist es nicht sinnvoll, grundsätzlich auf säurebildende Lebensmittel zu verzichten. Testen Sie für sich aus, welche Nahrungsmittel bei Ihnen das Sodbrennen verstärken und verzichten Sie dann gezielt nur auf diese.

Säurebindende Speisen wie Milch oder Zwieback können helfen, gegen das Sodbrennen anzugehen. Fencheltee, ein Esslöffel Kondensmilch oder ein Teelöffel Senf, jeweils nach der Mahlzeit eingenommen, wirken bei einigen Schwangeren Wunder. Bei einigen Schwangeren hilft es, langsam Mandeln oder Haselnüsse zu kauen.

Wenn die Beschwerden durch das Sodbrennen in der Schwangerschaft zu belastend sind, kann der Arzt säureblockende Medikamente, sogenannte Antazida (z.B. Omeprazol) verschreiben. Antazida verhindern nicht, dass Magensaft in die Speiseröhre zurückfließt – sie neutralisieren jedoch die Magensäure, sodass die Schleimhaut nicht mehr gereizt wird und keine Schmerzen entstehen. Grundsätzlich sollten Sie mit Medikamenten in der Schwangerschaft jedoch vorsichtig umgehen, daher ist es ratsam, zunächst zu versuchen, dem Sodbrennen ohne Arzneimittel beizukommen.

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