Infektionen in der Schwangerschaft

Veröffentlicht von: Sandra von dem Hagen

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Sowohl für die werdende Mutter als auch für das ungeborene Kind besteht ein – wenn auch geringes – Risiko, sich während der Schwangerschaft mit Krankheitserregern zu infizieren. Wer die Gefahren kennt und bestimmte Regeln beachtet, kann das Risiko einer gefährlichen Infektion aber stark senken.

In vielen Fällen reicht es bereits aus, auf eine gesunde Ernährung in der Schwangerschaft zu achten und sorgsam mit rohen Lebensmitteln umzugehen. Außerdem dient der Mutterkuchen (Plazenta) unter anderem als Schutzschild, der verhindern soll, dass bestimmte Stoffe aus dem Blut der Mutter in das Blut des ungeborenen Babys übergehen. Einen 100-prozentigen Schutz kann die Plazenta jedoch nicht bieten. Daher können während der Schwangerschaft verschiedene Krankheitserreger – Bakterien, Viren und Parasiten – von der werdenden Mutter auf das Baby übertragen werden und Infektionen verursachen.

Auch während der Geburt ist es möglich, dass Krankheitserreger von der Mutter auf das Kind übergehen. Seltener passiert es dagegen, dass sich das Kind nach der Geburt mit Keimen über die Muttermilch infiziert.

Nicht alle Infektionen der Mutter müssen dem Baby schaden – wie beispielsweise eine einfache Erkältung oder eine Scheidenpilz-Infektion mit Candida albicans. Andere Erkrankungen hingegen können die Entwicklung des Kindes stören oder zu Fehl- und Frühgeburten führen – hierzu zählen zum Beispiel Syphilis oder Röteln. Aber auch, wenn sich das Kind nicht selber infiziert, kann sich eine Erkrankung der Mutter auf die Schwangerschaft auswirken und sollte möglichst vermieden werden.

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