Gewichtszunahme in der Schwangerschaft

Veröffentlicht von: Sandra von dem Hagen

iStock
Anzeige

Die Gewichtszunahme in der Schwangerschaft beginnt etwa mit dem vierten Monat, also um die 13. Schwangerschaftswoche. Zu Beginn der Schwangerschaft ist es aufgrund der Hormonumstellung und der häufig auftretenden Schwangerschaftsübelkeit möglich, dass die Schwangere zunächst sogar abnimmt. Andere Frauen bemerken schon vor dem vierten Monat ein Bäuchlein, das jedoch meist hormonell bedingt ist.

Wie groß die Gewichtszunahme in der Schwangerschaft ist, hängt nicht nur von Ihrer Ernährung ab, sondern von vielen weiteren Faktoren. Eine Gewichtszunahme zwischen 7 und 18 Kilo über die gesamte Schwangerschaft ist völlig im Rahmen. Im Schnitt liegt die Gewichtszunahme in der Schwangerschaft zwischen 10 und 15 Kilogramm. Schlankere Frauen nehmen für gewöhnlich in der Schwangerschaft mehr zu.

Wichtig ist, dass Sie gleichmäßig zunehmen beziehungsweise sich die Gewichtszunahme zum Ende der Schwangerschaft hin steigert:

Wie viel Sie bis zur Geburt zugenommen haben, lässt jedoch keinen Schluss auf das Gewicht des ungeborenen Kindes zu. Dieses kann während der Schwangerschaft mithilfe von Ultraschalluntersuchungen lediglich geschätzt werden.

Achtung! Es gilt nicht: "Du musst doch jetzt für zwei essen." Schwangere benötigen lediglich zwischen 250 kcal und 500 kcal mehr pro Tag.

Warum nimmt man zu?

Woher kommt die Gewichtszunahme in der Schwangerschaft, warum nimmt man in einer Schwangerschaft überhaupt zu? Natürlich wächst das Kind heran, wird größer und schwerer. Doch bei einem durchschnittlichen Geburtsgewicht von 3.500 Gramm bleiben noch bis zu 14,5 Kilogramm zusätzliche Gewichtszunahme in der Schwangerschaft übrig. Diese ergeben sich durch:

Außerdem lagert der Körper vieler Frauen Fett ein, um während der Stillzeit optimal versorgt zu sein.

Die Gewichtsverteilung kurz vor der Geburt sieht bei einer durchschnittlichen Zunahme von zwölf Kilogramm etwa folgendermaßen aus:

Was ist normal?

Als normale Gewichtszunahme in der Schwangerschaft zählt alles zwischen 7 und 18 Kilogramm. Diese Angabe ist relativ grob gehalten – schlanke Frauen nehmen in der Regel eher mehr zu, übergewichtige Frauen eher weniger. Als Richtwert gilt hier der BMI, den die Frau vor der Schwangerschaft hatte:

Dabei verteilt sich die Gewichtszunahme in der Schwangerschaft ungleich auf die Schwangerschaftsdrittel (Trimester). Die Verteilung sieht ungefähr folgendermaßen aus (ausgehend von einem BMI zwischen 20 und 26 vor der Schwangerschaft):

Wenn Ihre Gewichtszunahme in der Schwangerschaft nicht genau in diese Werte fällt, müssen Sie sich nicht gleich Sorgen machen. Sprechen Sie mit Ihrem Frauenarzt oder Ihrer Hebamme, wenn Sie unsicher sind. Diese können Ihr Gewicht und Ihre Gesundheit überwachen und Ihnen signalisieren, wenn die Gewichtszunahme aus dem Ruder läuft.

Im Durchschnitt nehmen Schwangere wöchentlich etwa 0,5 Kilogramm zu, wobei die größte Gewichtszunahme meist im mittleren Drittel der Schwangerschaft (2. Trimester) liegt.

Für schwangere Teenager gelten andere Empfehlungen, da sie häufig selbst noch im Wachstum sind und daher in einer Schwangerschaft mehr zunehmen müssen als ältere Frauen.

Für eine gesunde und richtige Gewichtszunahme in der Schwangerschaft sollten Sie sich ausgewogen ernähren und viel bewegen. Dies dient außerdem der Geburtsvorbereitung, da Sie während der Geburt Kraftreserven und Kondition benötigen. Als Richtwert gilt, dass Sie nun täglich etwa 250 bis 500 Kilokalorien mehr benötigen als vor der Schwangerschaft.

Mehrlingsschwangerschaften

Bei einer Mehrlingsschwangerschaft muss die werdende Mutter entsprechend mehr an Gewicht zunehmen. Auch hier gibt es nur Richtwerte – wenn Sie unsicher sind, besprechen Sie sich mit Ihrem Frauenarzt. Folgende Gewichtszunahme wird bei Mehrlingsschwangerschaften (ausgehend von einem normalen BMI vor der Schwangerschaft) empfohlen:

Anzeige