Blutungen in der Schwangerschaft

Veröffentlicht von: Sandra von dem Hagen

Jupiterimages/iStockphoto
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Blutungen in der Schwangerschaft sind häufig harmlos, sollten aber immer ärztlich abgeklärt werden, da sie bei ernstem Hintergrund für Mutter und Kind gefährlich werden können.

Besonders in der Frühschwangerschaft, also in der ersten Schwangerschaftshälfte, kann es häufiger zu Blutungen kommen. In den meisten Fällen handelt es sich um unbedenkliche Blutungen, wie beispielsweise eine Einnistungsblutung, menstruationsähnliche Blutungen oder eine Kontaktblutung (etwa nach dem Geschlechtsverkehr). Da aber auch eine Fehlgeburt oder eine Eileiterschwangerschaft Blutungen in der Frühschwangerschaft auslösen können, sollten Sie jede Blutung ärztlich abklären lassen.

Blutungen in der zweiten Schwangerschaftshälfte kommen deutlich seltener vor, sind aber häufiger problematisch. Die meisten Blutungen (etwa acht von zehn) in der zweiten Hälfte der Schwangerschaft kommen von einer sogenannten Vorderwandplazenta (Placenta praevia). In diesem Fall wird die Schwangere engmaschiger überwacht, das heißt die Ultraschall- und CTG-Termine werden häufiger stattfinden. Bei Blutungen in der zweiten Hälfte der Schwangerschaft ist es häufig nötig, die Schwangerschaft im Krankenhaus zu überwachen oder das Kind per Kaiserschnitt zur Welt zu bringen.

Suchen Sie umgehend Ihren Frauenarzt oder eine Klinik auf, wenn Sie:

  • schwere Blutungen haben,
  • leichte Blutungen mit plötzlichen starken Schmerzen haben oder
  • immer wiederkehrende Blutungen haben, besonders in der zweiten Schwangerschaftshälfte.
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