3. SSW (Schwangerschafts­woche)

Veröffentlicht von: Sandra von dem Hagen

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Erst in der 3. Schwangerschaftswoche (SSW) beginnt die eigentliche Schwangerschaft, da erst nach dem Eisprung die Möglichkeit besteht, dass ein Spermium auf die Eizelle trifft und diese befruchtet. Die 3. SSW ist also die erste Woche der tatsächlichen Schwangerschaft.

Die 1. und 2. SSW dienen nur der Berechnung – die Befruchtung findet erst in der 3. SSW statt!

Was passiert in der 3. SSW?

Bei einem durchschnittlichen Zyklus von 28 Tagen liegt der Eisprung etwa am 14. Tag. 12 bis 24 Stunden um diesen Zeitpunkt herum kann die Eizelle befruchtet werden und die tatsächliche Schwangerschaft beginnt. Alleine daraus ergibt sich bereits ein nicht genau zu definierender Zeitpunkt für eine mögliche Befruchtung. Viele Frauen haben außerdem einen längeren, kürzeren oder wechselnd langen Zyklus, womit es unmöglich ist, den genauen Tag des Eisprungs oder der Befruchtung anzugeben. Die Berechnung der Schwangerschaft beginnt daher mit dem ersten Tag der letzten Regelblutung, da dieser Tag eindeutig angegeben werden kann. Ab diesem Zeitpunkt wird die Schwangerschaft mit 40 Wochen angesetzt.

Lassen Sie sich davon nicht verwirren! Die ersten zwei Schwangerschaftswochen dienen lediglich den Ärzten dazu, den Geburtstermin Ihres Babys genauer errechnen zu können. Außerdem kann ihr Arzt die Werte Ihres Kindes (z.B. Größe und Gewicht), die er bei den Vorsorgeuntersuchungen ermittelt, dank der genaueren Berechnung besser mit den Normwerten vergleichen.

Wenn Sie wissen möchten, wie lange Sie tatsächlich schwanger sind, ziehen Sie von der vom Arzt angegebenen Schwangerschaftswoche einfach zwei Wochen ab. Sind Sie beispielsweise rechnerisch in der 10. SSW, sind Sie seit etwa 8 Wochen tatsächlich schwanger.

Die Mutter in der 3. SSW

In der 3. Schwangerschaftswoche (SSW) sind noch keine äußerlichen Anzeichen der Schwangerschaft zu sehen, und die meisten Frauen wissen jetzt noch nicht, dass sie schwanger sind. Durch die Befruchtung wird jedoch eine Fülle hormoneller Veränderungen in Gang gesetzt, die den weiblichen Körper auf die folgenden 38 Wochen vorbereiten und es zunächst ermöglichen, dass sich die befruchtete Eizelle in der Gebärmutter einnistet. Dafür hat in den vergangenen sechs Tagen das Eizellbläschen, das bis zum Eisprung die schützende Hülle der Eizelle war, gesorgt. Seit dem Eisprung hatte es eine neue Aufgabe: Als sogenannter Gelbkörper (Corpus luteum) produziert es das Gelbkörperhormon Progesteron, das den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut bewirkt und die Einnistung der Eizelle unterstützt.

Der Embryo in der 3. SSW

Etwa zu Beginn der 3. Schwangerschaftswoche (oder gegen Ende der 2. SSW) kommt es zur Befruchtung. Bei der Befruchtung dringt das Spermium in die Eizelle ein. Dieser Vorgang findet normalerweise im Eileiter statt; in seltenen Fällen treffen sich Spermium und Eizelle in der Gebärmutter. Mit der Befruchtung ändert sich die Struktur der äußeren Hülle der Eizelle – es entsteht die sogenannte Zona pellucida. Sie verhindert das Eindringen weiterer Spermien.

Die befruchtete Eizelle beginnt nun sich zu teilen. Am zweiten Tag besteht der Embryo aus vier, am dritten Tag bereits aus acht Zellen. Zu diesem Zeitpunkt ähnelt er vom Aussehen einer Maulbeere – Wissenschaftler nennen ihn daher Morula (lat. morum = Maulbeere). Etwa einen Tag später entsteht ein Hohlraum im Inneren des Zellhaufens. Man spricht jetzt von einer Keimblase (Blastozyste). Sie besteht im Wesentlichen aus zwei Zelltypen: den Embryoblasten und den Trophoblasten. Die einzelnen Zellen haben ganz unterschiedliche Bestimmungen:

Der Mutterkuchen stellt eine Art Austauschorgan dar: Sauerstoff- und nährstoffreiches Blut der Mutter gelangt über den Mutterkuchen in die Nabelschnur und somit zum Embryo. Dieser wiederum gibt Abfallprodukte seines Stoffwechsels an das mütterliche Blut ab.

Etwa sechs Tage, also über die Dauer der 3. SSW, dauert es, bis der Embryo vom Eileiter bis in die Gebärmutter gelangt. Wenn er dort angekommen ist, besteht er aus 70 bis 100 Zellen. Zu Beginn der 4. Schwangerschaftswoche nistet sich der Embryo in der Gebärmutter ein.

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