2. Schwangerschaftsdrittel (Trimenon)

Veröffentlicht von: Sandra von dem Hagen

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Das 2. Schwangerschaftsdrittel (2. Trimester / Trimenon) umfasst die mittleren 14 Wochen der Schwangerschaft und somit die Schwangerschaftsmonate vier bis sieben.

Im 2. Trimester liegt der Schwerpunkt auf Größen- und Gewichtzunahme des Fötus. Die Organe sind fertig ausgebildet und müssen nur noch reifen. Jetzt zeigt sich die Schwangerschaft zunehmend: Der Bauch der werdenden Mutter wächst und die ersten Tritte und Knüffe werden auch für andere Personen fühlbar und oft auch sichtbar. Die Schwangerschaftsbeschwerden der ersten Monate lassen meistens im 2. Schwangerschaftsdrittel nach. Das 2. Trimenon ist die beste Zeit, wichtige Dinge zu erledigen oder noch einmal Urlaub zu machen – viele Schwangere bezeichnen diese Phase als die schönste Zeit der Schwangerschaft.

Insgesamt umfasst eine Schwangerschaft 40 Wochen oder zehn Monate. Dabei startet die Berechnung etwa zwei Wochen vor der Befruchtung – nämlich mit dem ersten Tag der letzten Regelblutung. Diese Rechnung hat sich bewährt, da sich nicht bei jeder Frau der Termin des Eisprungs rückwirkend eindeutig bestimmen lässt.

Die Schwangerschaft wird in Drittel unterteilt, die jedoch nicht gleichverteilt sind. In Deutschland gibt es zwei verschiedene Zählweisen. Nach der häufigeren Variante sind die Schwangerschaftswochen folgendermaßen verteilt:

Die Alternative ordnet dem 2. Schwangerschaftsdrittel die Wochen 13 bis 24 zu und dem 3. Schwangerschaftsdrittel die Wochen 25 bis 40.

Die Unterteilung in Drittel stammt aus der Zeit, in der die Schwangerschaft ab dem Zeitpunkt der Befruchtung berechnet wurde und somit neun Monate umfasste, die gleichverteilt werden konnten.

Schwangerschaftswochen im 2. Trimester

4. Schwangerschaftsmonat:

5. Schwangerschaftsmonat:

6. Schwangerschaftsmonat:

7. Schwangerschaftsmonat:

Was passiert beim 2. Screening?

Im 2. Trimester ist zwischen Beginn der 19. SSW und Ende der 22. SSW die zweite große Vorsorgeuntersuchung inklusive Ultraschall vorgesehen. Dabei sind folgende Untersuchungen und Daten wichtig:

In einem Vorgespräch wird Ihnen freigestellt, ob im Ultraschall lediglich die biometrischen Daten (also Größe und Gewicht) des Babys ermittelt werden sollen. Sie können sich aber auch dafür entscheiden, dass zusätzlich die körperliche Entwicklung Ihres Babys überprüft wird. Die zusätzliche Untersuchung muss dann von einem entsprechend qualifizierten Untersucher durchgeführt werden.

Ultraschall ohne die zusätzliche Untersuchung der körperlichen Entwicklung (Basis-Ultraschalluntersuchung):

Welche Bereiche der Frauenarzt genau vermisst, hängt nicht zuletzt davon ab, wie das Baby gerade liegt und wie sehr es sich bewegt. Alle ermittelten Werte werden im Mutterpass notiert.

Die Femurlänge multipliziert mit dem Faktor sieben ergibt die ungefähre Scheitel-Fersen-Länge (SFL).

Wenn Sie sich dafür entscheiden, dass zusätzlich die körperliche Entwicklung ihres Kindes ermittelt werden soll, wird das Baby im Ultraschall von Kopf bis Fuß auf Auffälligkeiten untersucht (erweiterte Basis-Ultraschalluntersuchung):

Im Anschluss an die Ultraschalluntersuchung druckt der Frauenarzt gewöhnlich ein bis mehrere Ultraschallbilder aus und übergibt sie den werdenden Eltern.

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Weitere Informationen

Quellen:

Online-Informationen des Pschyrembel: www.pschyrembel.de (Abrufdatum: 1.8.2017)

Online-Informationen der BZgA: www.familienplanung.de (Abrufdatum: 1.8.2017)

Online-Informationen des Gemeinsamen Bundesausschusses: www.g-ba.de (Stand: 19.7.2016)

Weyerstahl, T., Stauber, M.: Gynäkologie und Geburtshilfe. Thieme, Stuttgart 2013

Aktualisiert am: 1. August 2017

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