16. SSW (Schwangerschaft­swoche)

Veröffentlicht von: Sandra von dem Hagen

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In der 16. SSW (Schwangerschaftswoche) kann der Fötus bereits Grimassen schneiden und erste Geräusche wahrnehmen. Er misst jetzt etwa 9,4 Zentimeter (SSL = Scheitel-Steiß-Länge) und wiegt um die 90 Gramm.

In dieser Zeit beginnt die Figur der werdenden Mutter, sich zu verändern. Die Brüste wachsen und produzieren schon jetzt die Vormilch, die später das Neugeborene ernähren soll. Nach und nach zeigt sich ein kleiner Schwangerschaftsbauch, da die Gebärmutter zusehends wächst und zum Schutz des Babys fester wird.

Was bedeutet 16. SSW?

In der 16. SSW ist der Fötus etwa 14 Wochen alt – der Unterschied zwischen Lebensalter und Schwangerschaftswoche kommt daher, dass die ersten zwei Schwangerschaftswochen lediglich der Berechnung dienen. Insgesamt umfasst eine Schwangerschaft 40 Wochen oder zehn Monate. Dabei startet die Berechnung etwa zwei Wochen vor der Befruchtung – nämlich mit dem ersten Tag der letzten Regelblutung. Diese Rechnung hat sich bewährt, da sich nicht bei jeder Frau der Termin des Eisprungs rückwirkend eindeutig bestimmen lässt.

In der 16. SSW sind Sie 15 Wochen und x Tage schwanger – die 16. SSW besteht demnach aus den Tagen:

  • 15+0 = 1. Tag der 16. SSW
  • 15+1 = 2. Tag der 16. SSW 
  • 15+2 = 3. Tag der 16. SSW
  • 15+3 = 4. Tag der 16. SSW
  • 15+4 = 5. Tag der 16. SSW
  • 15+5 = 6. Tag der 16. SSW
  • 15+6 = 7. Tag der 16. SSW

Bis zum errechneten Geburtstermin sind es nun noch etwa 24 Wochen.

Die Mutter in der 16. SSW

In der 16. Schwangerschaftswoche beginnt der Körper der Schwangeren, die sogenannte Vormilch (Kolostrum oder Kolostralmilch) zu bilden. Dabei handelt es sich um eine gelbliche, konzentrierte Flüssigkeit, die auch jetzt schon aus den Brustdrüsen austreten kann, mitunter mit großem Druck. Die Vormilch versorgt später das Neugeborene mit Abwehrstoffen und ist besonders nahrhaft. Nach der Geburt ändert sie innerhalb weniger Tage ihre Zusammensetzung und Konsistenz und wandelt sich zur "normalen" Muttermilch.

Etwa ab der 16. SSW verschwindet die Taille der werdenden Mutter nach und nach. Der Schwangerschaftsbauch wird bei einigen Schwangeren nun langsam sichtbar. Die Gebärmutter ist mittlerweile fast so groß wie eine Honigmelone.

Das sollten Sie in der 16. SSW beachten!

Einige Frauen bemerken in dieser Zeit schon erste Kindsbewegungen – wenn auch vermutlich als leichtes Flattern, das kurz spürbar ist und dann wieder verschwindet. Wer schon ein Kind ausgetragen hat, erkennt dieses Gefühl vielleicht wieder. Wenn es Ihr erstes Kind ist, werden Sie sich vermutlich fragen, ob diese feine Gefühl schon das Baby gewesen sein kann. Keine Sorge: Schon bald werden Sie sich sicher sein, wenn das Boxen und Treten kräftiger wird.

Der Fötus in der 16. SSW

Während in den ersten vier Schwangerschaftsmonaten vor allem die rasche Entwicklung aller Organe im Vordergrund stand, geht es ab der 16. SSW darum, dass der kleine Körper bis zur Geburt noch einige Zentimeter an Größe zulegt und Fett für den Stoffwechsel und als Polster für die ersten Tage nach der Geburt einlagert. In der 16. Schwangerschaftswoche wiegt das Baby etwa 90 Gramm und ist knapp 9,4 Zentimeter groß.

Das ungeborene Baby kann nun erste Geräusche wahrnehmen, auch wenn dies vom normalen Hören noch weit entfernt ist. Zunächst werden Geräusche per Knochenleitung über den Schädelknochen des Fötus übertragen – die ersten Dinge, die der Fötus hört, sind daher die Stimme der Mutter und deren Herz-, Magen- und Darmgeräusche.

Der Fötus gibt jetzt allmählich seine gekrümmte Haltung auf und streckt sich mehr und mehr. Auf diese Weise trainiert er seine Rücken- und Nackenmuskulatur und bereitet sich auf den späteren aufrechten Gang vor. Die Augen sind weiterhin geschlossen und wirken sehr groß im Vergleich zum restlichen Gesicht – mit seinem noch verhältnismäßig breiten Mund kann der Fötus nun das Gesicht verziehen und erste Grimassen schneiden.

An den Fingerkuppen und Zehenenden bilden sich individuelle, kleine Rillen: Der einzigartige Fingerabdruck eines jeden Menschen entsteht.

Sowohl Größe als auch Gewicht des Babys entwickeln sich mit fortschreitender Schwangerschaft immer individueller. Die genannten Werte können daher nur Durchschnittswerte sein. Wenn die Daten Ihres Kindes von diesen Werten abweichen, ist das kein Grund zur Besorgnis.

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