1. SSW (Schwangerschafts­woche)

Veröffentlicht von: Sandra von dem Hagen

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Mit der 1. Schwangerschaftswoche (SSW) beginnen der 1. Schwangerschaftsmonat und das 1. Schwangerschaftsdrittel (auch Trimenon oder Trimester). Insgesamt umfasst eine Schwangerschaft 40 Wochen oder 10 Monate. Dabei startet die Berechnung etwa 2 Wochen vor der Befruchtung – nämlich mit dem 1. Tag der letzten Regelblutung.

Doch erst zur Mitte des weiblichen Zyklus hin, um den Zeitpunkt des Eisprungs, kann die Eizelle durch ein Spermium befruchtet werden. Somit beginnt eine Schwangerschaft tatsächlich erst mit der 3. Schwangerschaftswoche – zählt aber schon vom 1. Tag der letzten Periode an.

Die 1. und 2. SSW dienen nur der genaueren Berechnung – die Befruchtung findet erst in der 3. SSW statt!

Diese Rechnung hat sich jedoch bewährt, da nicht bei jeder Frau der Termin des Eisprungs rückwirkend eindeutig bestimmt werden kann. Der erste Tag der letzten Regelblutung jedoch ist den meisten Frauen bekannt, sodass eine Befruchtung etwa 14 Tage später wahrscheinlich ist. In vielen Fällen kommt es aber auch vor, dass der Arzt nachträglich die Schwangerschaftswoche nach vorn oder nach hinten korrigiert.

Worauf sollte ich achten?

Wenn Sie schwanger werden möchten, sollten Sie besonders auf eine folsäurehaltige Ernährung achten. Schwangere und Frauen, die schwanger werden möchten, sollten täglich etwa 0,55 Milligramm Folsäure am Tag über die Nahrung aufnehmen. Zusätzlich sollten Sie vorbereitend Folsäure einnehmen, um das Risiko für verschiedene Erkrankungen des Babys, wie beispielsweise einen offenen Rücken (Spina bifida), zu senken. Empfohlen wird eine vorsorgliche zusätzliche Einnahme von 0,4 Milligramm eines Folsäure-Präparats täglich. Diese Menge sollten Sie auch während der ersten zwölf Wochen der Schwangerschaft weiterhin täglich einnehmen. Ab dem 4. Schwangerschaftsmonat hat die ergänzende Folsäure keine Auswirkung mehr auf die kindliche Entwicklung, kann sich aber positiv auf den Körper der Mutter auswirken, daher können Sie sie auch dann weiter einnehmen (0,4 mg pro Tag).

Die Mutter in der 1. SSW

Vor einer möglichen Befruchtung tut sich im weiblichen Körper jeden Monat eine ganze Menge. In der später als 1. Schwangerschaftswoche (SSW) bezeichneten Zeit ist eine tatsächliche Schwangerschaft natürlich nicht erkennbar, da sie schlicht noch nicht besteht – erst wenn mittels Schwangerschaftstest eine Schwangerschaft festgestellt wurde (frühestens in der 5. SSW), kann der Frauenarzt rückwirkend ermitteln, in welche Zeit die 1. SSW fiel. Der Körper der Frau durchläuft daher in dieser Zeit wie gewohnt den weiblichen Zyklus.

Wenn Sie in dieser Zeit sogenannte "typische Schwangerschaftsbeschwerden" bemerken, wie Brustziehen, vermehrte Müdigkeit, Ziehen im Unterleib oder Ähnliches, so können diese Symptome nicht auf eine mögliche Schwangerschaft zurückzuführen sein, sondern müssen eine andere Ursache haben.

Ab wann zählt die 1. SSW?
Die 1. Schwangerschaftswoche beginnt mit dem ersten Tag der letzten Periode, das heißt die gewohnte Regelblutung setzt ein und dauert die gewohnte Zeit an.

Der Embryo in der 1. SSW

In der 1. Schwangerschaftswoche (SSW) besteht noch keine tatsächliche Schwangerschaft. Die Periode beginnt wie gewohnt, und die Regelblutung spült die "ungenutzte" Gebärmutterschleimhaut aus, sodass der weibliche Körper sich im Folgenden erneut auf eine mögliche Schwangerschaft vorbereiten kann. Eine Befruchtung ist in dieser Woche bei einem durchschnittlichen Zyklus von 28 Tagen noch nicht möglich. Das ist frühestens in der 3. SSW der Fall.

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