Optimaler Sonnenschutz: 10 Tipps

Veröffentlicht von: Till von Bracht

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Mit dem Beginn der heißen Tage steigen nicht nur die Temperaturen, sondern auch die Zahl der Sonnenstunden und -tage. Wer sich mit gutem Gewissen in der Sonne aufhalten möchte, sollte auf einen optimalen Schutz achten. Denn allzu häufig brutzelt die Haut viel zu lange in der Sonne – etwa beim Sonnenbad im Garten oder am Strand. Mögliche Folgen: Sonnenbrand, Sonnenstich oder Hitzschlag.

Egal ob Kleinkinder, Jugendliche oder Erwachsene – egal ob im Urlaub oder im Alltag: Sonnenschutz geht alle an! Vom richtigen Lichtschutzfaktor bis hin zur persönlichen Sonnenschutzzeit – wir geben Ihnen Tipps für einen optimalen Sonnenschutz!

Eine der wichtigsten Regeln, wenn Sie sich vor der Sonne schützen wollen: gut eincremen! Welche Sonnencreme sich für Sie am besten eignet, hängt von Ihrem Hauttyp und der UV-Intensität vor Ort ab.

Dabei sollten Sie darauf achten, die Sonnencreme immer großzügig aufzutragen. Es zählt die Devise: Viel hilft viel! Alternativ oder zusätzlich können Sie Ihre Haut auch durch Kleidung vor der Sonne schützen. Denn lange Hosen und Hemden schützen effektiv vor den UV-Anteilen des Sonnenlichts!

Doch selbst wenn Sie ausreichend Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor verwenden, gilt: Einen vollständigen Sonnenschutz gibt es nicht! Achten Sie auf Ihre Gesundheit und gehen Sie rechtzeitig aus der Sonne, bevor sich Ihre Haut rötet.

Wer nicht aufpasst, riskiert einen Sonnenbrand. Die Folgen sind den meisten Menschen aus eigener Erfahrung bekannt: 

Sind ausgedehnte Bereiche des Körpers vom Sonnenbrand betroffen, können sich sogar Fieber, Übelkeit und Kreislaufbeschwerden hinzugesellen. Dabei lässt sich ein Sonnenbrand leicht vermeiden, wenn man ein paar wenige Regeln beachtet und für einen optimalen Sonnenschutz sorgt.

10 Tipps für den optimalen Sonnenschutz:

1. Mittagssonne meiden

Nutzen Sie insbesondere die Vormittags- und Nachmittagsstunden für Aktivitäten im Freien wie beispielsweise Sport, Spazierengehen oder Gartenarbeit. Meiden Sie dagegen die Mittagssonne zwischen 11 und 15 Uhr. Säuglinge sollten der direkten Sonneneinstrahlung unabhängig von Tageszeit und UV-Intensität gar nicht ausgesetzt werden.

Grundsätzlich gilt: Bei starker Sonneneinstrahlung sollten Sie sich bevorzugt im Schatten aufhalten. Aber auch hier ist Vorsicht geboten. Zwar ist die UV-Strahlung im Schatten schwächer, sie ist jedoch weiterhin vorhanden! So wird zum Beispiel ein Teil des Sonnenlichts durch Wasser und Sand gestreut und reflektiert. Auch im Schatten gilt es deswegen, auf den richtigen Sonnenschutz zu achten.

2. Kleidung schützt

Mit der richtigen Kleidung können Sie sich effektiv vor der UV-Strahlung schützen. Körperstellen, die nicht bedeckt werden, sollten Sie mit einem passenden Sonnenschutzmittel bedecken. Lange Hosen und Hemden bieten einen wirksamen Schutz vor den UV-Anteilen des Sonnenlichts – zusätzlich sollten Sie einen Sonnenhut oder eine Schirmmütze tragen. Der UV-Schutzfaktor von Textilien variiert je nach Art, Dicke, Dichte und Stoffart.

Wer ganz sicher gehen will, sollte spezielle UV-Schutzkleidung tragen, die einen UV-Schutzfaktor von mindestens 40 hat. Sie ist mit einem gelben Logo unter Angabe des Schutzfaktors versehen, zum Beispiel UPF 40+ (UPF= Ultraviolet Protection Factor).

3. Passenden Lichtschutzfaktor auswählen

Verwenden Sie eine Sonnencreme, deren Lichtschutzfaktor (LSF) dem eigenen Hauttyp gerecht wird und der UV-Stärke vor Ort angemessen ist. Der jeweilige Lichtschutzfaktor ist auf der Sonnencreme angegeben. Zu Beginn einer Sonnensaison sollten Sie auf Präparate mit einem höheren Lichtschutzfaktor setzen, zum Beispiel mit einem Lichtschutzfaktor von 30, 35 oder 50.

Der angegebene Lichtschutzfaktor schützt dabei lediglich vor dem sogenannten UV-B-Anteil der UV-Strahlung, der den eigentlichen Sonnenbrand auslöst. Vor UV-A-Strahlung, die auch für langfristige Schäden wie vorzeitige Hautalterung sowie die Entstehung von Hautkrebs verantwortlich gemacht wird, bietet der angegebene Lichtschutzfaktor keinen Schutz. Daher sollte die Sonnencreme der Wahl einen zusätzlichen UV-A-Filter enthalten. Dies erkennen Sie am UV-A-Logo, das seit dem Jahr 2007 in Form eines runden Kreises auf den Produkten zu finden ist. Es zeigt an, dass das Produkt in einem ausgewogenen Verhältnis gegen UV-A- und UV-B-Strahlung schützt.

4. Sonnenschutzzeit berechnen

Berechnen Sie Ihre persönliche Sonnenschutzzeit, indem sie die Eigenschutzzeit der Haut mit dem Lichtschutzfaktor (LSF) in der verwendeten Sonnencreme multiplizieren. Die Eigenschutzzeit der Haut in der Sonne beträgt ohne Sonnencreme je nach Hauttyp zwischen 10 und 30 Minuten.

Ein Beispiel: Wenn Sie ein sehr heller Hauttyp (Hauttyp I) sind, dann beträgt die Eigenschutzzeit Ihrer Haut rund 10 Minuten. Bei einer Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 15 hieße das also: 10 Minuten x 15 (LSF) = 150 Minuten. Rein rechnerisch ist Ihr Hauttyp demnach 150 Minuten oder zweieinhalb Stunden vor einem Sonnenbrand geschützt.

Empfehlung des Bundesamts für Strahlenschutz (BfS): Kinder sollten einen Lichtschutzfaktor von mindestens 30, Erwachsene von mindestens 20 nutzen. Wer sich in großen Höhen – zum Beispiel auf Gletschern –, am Wasser und im Süden aufhält, sollte Sonnenschutzmittel mit einem hohen bis sehr hohen Schutz verwenden.

5. Ausreichend Sonnencreme verwenden

Tragen Sie Sonnencreme immer großzügig auf. Als Faustregel gilt: Ein durchschnittlicher Erwachsener braucht etwa 35 Gramm Sonnencreme, um den Körper vollständig einzucremen, was ungefähr einer Menge von vier gefüllten Esslöffeln entspricht. Darüber hinaus gilt es, regelmäßig nachzucremen. Denn durch Schwitzen, den Abrieb auf Textilien (z.B. durch Bade- oder Handtücher) sowie das Baden in Swimmingpool oder Meer geht Sonnencreme und damit Sonnenschutz verloren. Allerdings verlängert auch mehrmaliges Eincremen nicht die Sonnenschutzzeit der Haut, sie hält lediglich den ursprünglichen Sonnenschutz aufrecht.

6. Vor dem Sonnen eincremen

Cremen Sie sich vor dem Sonnenbad mit Sonnencreme ein. Nach dem Eincremen sollten Sie zwischen 20 und 30 Minuten abwarten, bevor Sie in die Sonne gehen. Der Grund: Nicht alle UV-Filtersubstanzen wirken sofort, einige schützen erst mit zeitlicher Verzögerung. Achten Sie beim Eincremen besonders auf lichtempfindliche Bereiche wie Ohren, Gesicht, Kopfhaut, Nacken, Rücken und Dekolleté sowie die Fußrücken.

7. Unseriöse Sonnencremes meiden

Verwenden Sie keine unseriösen Sonnencremes. Solche Präparate erkennen Sie an Aussagen wie "100%iger Schutz" oder an der heute nicht mehr gültigen Klassifizierung "Sunblocker". Sie vermitteln eine vermeintliche Sicherheit vor schädlicher UV-Strahlung, die es nicht gibt, da ein bestimmter Anteil an UV-Strahlung die Haut auch bei Anwendung von Sonnenschutzmitteln erreicht.

8. Sonnenbrille nicht vergessen

Schützen Sie auch Ihre Augen vor der Sonnenstrahlung: Tragen Sie eine gute Sonnenbrille! Eine solche Sonnenbrille erkennen Sie unter anderem an der CE-Kennzeichnung (CE = Conformité Européenne). Durch das Anbringen des CE-Kennzeichens bestätigt der Hersteller, dass das Produkt den geltenden europäischen Richtlinien entspricht.

Zusätzlich sollte die Filterkategorie angegeben sein, wobei Kategorie 1 für einen niedrigen Blendschutz, aber einen guten UV-Schutz steht und Kategorie 4 für einen hohen Blendschutz und einen überdurchschnittlich hohen UV-Schutz. Tönungsstufe 4 ist für gutes Sehen allerdings zu dunkel und zum Beispiel im Straßenverkehr nicht zugelassen. Gute Sonnenbrillen müssen übrigens nicht teuer sein: Schon für einen Preis von unter zehn Euro kann man Sonnenbrillen kaufen, die einen adäquaten UV- und Blendschutz besitzen.

9. Erste Hilfe bei Sonnenbrand

Hat man sich doch einmal einen Sonnenbrand zugezogen, dann sollte man jegliche weitere Sonnenbestrahlung vermeiden, bis der Sonnenbrand vollständig abgeheilt ist. Kühlende, feuchte Umschläge und Feuchtigkeitsgels sowie Feuchtigkeitslotionen, die mehrmals täglich im Wechsel auf die betreffenden Stellen aufgetragen werden, wirken lindernd.

Gegen die Schmerzen helfen Medikamente mit dem Wirkstoff Acetylsalicylsäure oder Paracetamol. Sie wirken zugleich anti-entzündlich. Zudem empfiehlt es sich, viel zu trinken, am besten in Form von Wasser oder Saftschorlen. Zusätzlich können spezielle rückfettende Cremes den Heilungsprozess der betroffenen Hautstellen unterstützen.

10. Sonnenschutz von innen

Für Sonnenallergiker wird häufig eine prophylaktische Einnahme von Omega-3-Fettsäuren empfohlen: Diese kommen besonders viel in sogenannten Fettfischen vor, also zum Beispiel in Hering, Makrele, Lachs und Thunfisch. Wer auf eine erhöhte Zufuhr an Omega-3-Fettsäuren achtet, kann unter Umständen dazu beitragen, die Haut vor der Sonnenstrahlung zu schützen. 

Calcium und Vitamin B3  werden häufig ebenfalls als Sonnenschutzmittel empfohlen – ihre Wirkung wurde bislang allerdings nicht eindeutig belegt. Und auch Antioxidantien (wie Betacarotin oder Vitamin E) in Form von Nahrungsergänzungsmitteln scheinen nicht vor Sonnenbrand und Co. zu schützen. 

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