Jürgen von der Emde

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion

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* 9. Februar 1933 in Arolsen / Mengeringhausen

Jürgen von der Emde studierte von 1954 bis 1959 Humanmedizin in Wien und Marburg. Ein Jahr später promovierte er in Marburg mit einer Arbeit zum Thema Vergleichende röntgenologische und elektrokardiographische Befunde bei rechtsbelastetem Herzen. Anschließend begann er, in der chirurgischen Abteilung des Krankenhauses in Sulzbach-Rosenberg und in der internistischen Abteilung des Stadtkrankenhauses Kassel als Assistenzarzt zu arbeiten.

Von 1962 bis 1963 arbeitete von der Emde als Wissenschaftlicher Assistent am Physiologischen sowie am Pathologischen Institut der Christian-Albrecht-Universität zu Kiel.

Ab 1963 war Jürgen von der Emde Assistent der chirurgischen Universitätsklinik Erlangen-Nürnberg, die von Prof. Dr. G. Hegemann geleitet wurde. Dieser erkannte den Ehrgeiz von Jürgen von der Emde und förderte ihn entsprechend. Von der Emde legte seine Schwerpunkte auf die Fachbereiche Proktologie und Nephrologie. Die Herzchirurgie wurde seit 1965 zu seinem Arbeitsschwerpunkt. Von 1968 bis 1969 bildete er sich am Cardiovascular Surgery am St. Lukes and Texas Children's Hospital in Houston (Texas) weiter.

1971 wurde Jürgen von der Emde zum Oberarzt der Universitätsklinik Erlangen-Nürnberg ernannt. Hier habilitierte er sich mit einer Arbeit über Die assistierte Zirkulation. Experimentelle Untersuchungen zur intraaortalen Gegenpulsation.

1976 wurde er zum Universitätsprofessor ernannt und ein Jahr später zum Leiter der Herzchirurgischen Abteilung der Klinik. In dieser Position konnte er nicht nur den Stellenwert Erlangens in der Herzchirurgie vorantreiben, sondern auch aktiv den Aufbau neuer nationaler und internationaler Herz-Zentren mitgestalten.

Seit dem 1.1.1998 war Prof. Dr. med. Jürgen von der Emde bis zu seiner Emeritierung am 31.3.1999 Direktor des Herz-Zentrums Nürnberg-Erlangen. Er ist unter anderem Mitglied in der Deutschen Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie und Ehrenmitglied der Oberösterreichischen Medizinischen Gesellschaft.

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