Beinflusst der Frühling tatsächlich unser Sexualleben?

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion

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Beeinflusst der Frühling tatsächlich unser Sexualleben?

Die Temperaturen steigen, die Tage werden länger und die Kleidung wird luftiger und bunter ̵ kurzum der Frühling ist da und mit ihm die im Volksmund so weit verbreiteten Klischees rund um die Frühlingsgefühle. Jenseits der bis heute strittigen Frage, ob es Frühlingsgefühle vom wissenschaftlichen Standpunkt aus betrachtet tatsächlich gibt, ist eines unstrittig: Mit dem Frühling kehrt unsere Lebenslust zurück und damit auch das bunte Treiben in Straßencafés, Parks und anderen Orten, an denen man die ersten frühlingshaften Sonnenstrahlen ebenso genießen kann, wie die natürliche Rückkehr von Farbenvielfalt und Düften aller Art.

Sowohl für Paare als auch für Singles sind das eigentlich die idealen Voraussetzungen, das eigene Liebes- und Sexualleben in vollen Zügen zu genießen. Wie gesagt eigentlich, denn tatsächlich hat das Frühjahr hier einen viel geringeren Einfluss als man meinen könnte. Einen wichtigen Hinweis darauf liefert die Geburtenrate. Sie zeigt heutzutage so gut wie keine saisonalen Schwankungen mehr. Das liegt zum Teil an der Nutzung von künstlichem Licht, durch das wir in der Lage sind, die saisonal variierenden Tageslängen zu ignorieren. Aber auch an vielen anderen soziokulturellen Entwicklungen der letzten 400 Jahre, zu denen unter anderem die Entwicklung unterschiedlichster Verhütungsmittel zählt. Den richtigen Zeitpunkt zum schwanger werden kann man seitdem selbst bestimmen. Fazit: Auch wenn sich der Frühling wissenschaftlich gesehen kaum noch auf unser Liebesleben auszuwirken scheint, wird ein Spaziergang an einem sonnigen Frühlingstag mit Sicherheit für ausgezeichnete Stimmung sorgen. Und die schadet dem Liebesleben in keinem Fall.

Thomas Kresser (ehem. Chefredakteur)

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