Arsen: Arsenvergiftung & Therapie

Veröffentlicht von: Till von Bracht

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Zu Arsenvergiftungen kommt es vor allem durch den Verzehr oder das Einatmen giftiger Arsenverbindungen sowie insbesondere durch weißes Arsenik (Arsentrioxid), das hochgiftig ist.

Akute Arsenvergiftung

Bei der akuten Arsenvergiftung kommt es nach etwa zwei Stunden zu starken Bauchschmerzen, Übelkeit und auch zu blutigem Durchfall. In einigen Fällen können auch Erbrechen oder Wadenkrämpfe auftreten. Der Tod tritt meist durch den nachfolgenden Elektrolyt-, Protein- und Wasserverlust ein, der einen Schockzustand sowie Leberversagen und Nierenversagen auslösen kann. Wurden giftige Arsenverbindungen eingeatmet, kann dies die Atemwege reizen und zu Atemproblemen führen. Als Folge einer akuten Arsenvergiftung kann es zu einem Koma oder einer zentralen Atemlähmung kommen.

Chronische Arsenvergiftung

Bei chronischer Arsenvergiftung, also einer Vergiftung über einen längeren Zeitraum, treten typische Hautverfärbungen (sog. Arsenmelanose) auf. Einerseits kommt es zu Pigmentverschiebungen, andererseits zu einer übermäßigen Verhornung der Haut (sog. Arsenkeratosen). Hierdurch können Hauttumoren entstehen. Weiterhin treten Störungen der Nervenbahnen auf, die sich zum Beispiel in Form von Missempfindungen der Haut (Parästhesien) und Lähmungserscheinungen äußern. Es werden auch Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen, Schwäche und Erschöpfung beschrieben. Ferner kann es zu einer Rückbildung der Muskulatur (Muskelatrophien) kommen.

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