Vitamin D

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion

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Der menschliche Körper kann Vitamin D im Unterschied zu den meisten anderen Vitaminen selbst herstellen. Die Haut produziert Vitamin D, wenn sie Sonnenlicht ausgesetzt ist.

Dafür sind auch kein strahlender Sonnenschein und stundenlanges Sonnenbaden notwendig. Es reicht bereits aus, wenn man dreimal 15 Minuten pro Woche ans Tageslicht kommt – auch bei bewölktem Wetter und wenn nur Hände und Gesicht unbekleidet sind.

Calcium und Phosphat für die Knochen

Vitamin D spielt eine wichtige Rolle für den Auf- und Abbau der Knochen. Insbesondere der Vertreter Vitamin D3 wird hier benötigt. Dabei ist die Bezeichnung Vitamin eigentlich irreführend. Denn bei Vitamin D handelt sich genau genommen nicht um ein Vitamin, sondern um ein Hormon. Eine andere Bezeichnung für das Hormon Vitamin D3, das in der Haut als Reaktion auf UV-Strahlen entsteht, ist Cholecalciferol.

Dank Cholecalciferol bilden sich Vorläuferzellen von Knochenzellen (sog. Knochenstammzellen) und reifen zu fertigen Knochenzellen. Zudem regelt Cholecalciferol den Calciumhaushalt und spielt eine Rolle im Stoffwechsel des Mineralstoffs Phosphat. Sowohl Calcium als auch Phosphat werden für die Knochenfestigkeit benötigt. Beide Mineralstoffe zusammen bilden eine sehr harte Substanz, die Knochen und Zähne festigt. Vitamin D3 beziehungsweise Cholecalciferol unterstützt zudem das Immunsystem und hilft, dass sich die Abwehrzellen richtig entwickeln.

Lebensmittel enthalten wenig Vitamin D

Der Mensch bildet Vitamin D3 also hauptsächlich über die Haut. Vorstufen des "Vitamins" werden auch über die Nahrung aufgenommen – wenn auch nur in geringen Mengen. Allgemein sind die meisten Nahrungsmittel eher schlechte Vitamin-D-Lieferanten. Eine Ausnahme sind fetter Fisch, wie Thunfisch oder Hering, sowie Eigelb und Milchprodukte.

Im Körper wandeln bestimmte Enzyme (Eiweiße, die biochemische Reaktionen beschleunigen) und ein Hormon der Nebenschilddrüsen, das sogenannte Parathormon, die Vorstufen in der Leber und den Nieren in Vitamin D3 um. Vitamin D wird im Fettgewebe und im Muskelgewebe gespeichert.

Keine Angst vor Überdosierung

Eine Überdosierung von Vitamin D ist kaum möglich. Bei längerem Aufenthalt in der Sonne fährt der Körper die Produktion von selbst herunter. Und die Nahrung enthält zu wenig Vitamin D, als dass dadurch im Körper ein Überschuss entstehen könnte.

Quellen

Suter, P. M.: Checkliste Ernährung. Georg Thieme Verlag, Stuttgart 2008

Pietrzik, K., Golly, I., Loew, D.: Handbuch Vitamine. Urban & Fischer bei Elsevier, München 2008

Stand: 7. März 2016

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