Davor sollten Schwangere sich schützen!

Veröffentlicht von: Sandra von dem Hagen

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Schwangerschaft ist keine Krankheit! Aber sie ist ein besonderer Zustand, in dem die werdende Mutter gut auf sich und das ungeborene Leben achten sollte. Darum haben wir für Sie zusammengefasst, wovor Sie sich in der Schwangerschaft unbedingt schützen sollten.

1. Schäden durch Alkohol, Nikotin, Drogen

Klar, am gesündesten ist es ohnehin, die Finger von Alkohol, Zigaretten und Drogen zu lassen. In der Schwangerschaft ist das aber besonders wichtig, da Sie damit nicht nur ihre eigene Gesundheit gefährden, sondern auch die körperliche und geistige Entwicklung Ihres Babys. Darum gilt in der Schwangerschaft konsequent: Finger weg!

2. Risiken durch verbotene Lebensmittel

Eine Reihe von Lebensmitteln gelten in der Schwangerschaft als "verbotene Lebensmittel", da sie Risiken für Mutter und Kind bergen, etwa an einer Listeriose zu erkranken. Als Faustregel gilt: Essen Sie in der Schwangerschaft keine rohen oder halbgaren tierischen Produkte und waschen Sie rohes Obst und Gemüse gründlich. Waschen Sie außerdem gründlich Ihre Hände, wenn Sie mit rohen Lebensmitteln gearbeitet haben.

Hier finden Sie eine Liste der verbotenen Lebensmittel und Alternativen: Verbotene Lebensmittel in der Schwangerschaft (PDF).

3. Übergewicht

Übergewicht sollten Sie in der Schwangerschaft vermeiden, denn

Dabei ist das gar nicht so einfach: Natürlich nimmt man in der Schwangerschaft zu, wie viel, ist individuell unterschiedlich. Eine Diät halten sollte man nicht, um sich und das Kind vor Mangelerscheinungen zu schützen. Also wie schützt man sich vor Übergewicht in der Schwangerschaft?

Versuchen Sie es grundsätzlich mit einer gesunden Ernährung und viel Bewegung, beispielsweise in speziellen Kursen für Schwangere. Wenn Ihr Arzt bei den Vorsorgeuntersuchungen feststellt, dass Ihr Gewicht zu stark ansteigt, kann es sein, dass er Ihnen eine Ernährungsberatung nahelegt.

4. Erkrankungen

Es gibt ein paar Erkrankungen, die Sie in der Schwangerschaft möglichst vermeiden sollten, da sie das ungeborene Baby gefährden. Einige können Sie umgehen, indem Sie vor einer geplanten Schwangerschaft Ihren Impfschutz auffrischen lassen. Ist es dafür bereits zu spät, sprechen Sie mit Ihrem Arzt: Unter Umständen können einige Impfungen auch noch in der Schwangerschaft durchgeführt werden.

Bei der Erstuntersuchung wird Ihr Arzt erfragen, ob Sie bestimmte Krankheiten bereits hatten oder dagegen geimpft sind und, wenn nötig, mögliche und nötige Impfungen mit Ihnen besprechen. Dazu gehören:

Andere Krankheiten kann Ihr Arzt meist rechtzeitig bei den Vorsorgeuntersuchungen erkennen und dann entsprechend behandeln. Dazu gehören:

Bleiben ein paar Erkrankungen übrig, vor denen Sie sich nur durch besondere Achtsamkeit schützen können, wie etwa:

Eine einfache Erkältung schadet Ihrem Baby übrigens nicht! Sehen Sie aber davon ab, sich selbst zu behandeln. Medikamente sind nur dann nötig, wenn Ihre oder die Gesundheit Ihres Kindes gefährdet ist. Alle weiteren Beschwerden in der Schwangerschaft, die unangenehm, aber ungefährlich sind, sollten mit anderen Mitteln behandelt werden. Jede Medikamenteneinnahme sollten Sie außerdem mit dem Frauenarzt absprechen.

5. Unsichere Faktoren

Neben den bekannten Risikofaktoren gibt es noch ein paar Dinge, deren Einfluss auf das ungeborene Baby nicht genau bekannt ist und die man daher besser vermeiden sollte. Dazu gehören beispielsweise:

Aber wie kann ich auf mich und mein Kind achten?

Jetzt bloß keine Panik! Die genannten Punkte zeigen nur, welche Risiken auftreten können – aber nicht müssen. Mit ein paar Verhaltensregeln können Sie das Risiko für sich und Ihr Kind deutlich senken:

Was darf ich denn überhaupt?

Um Sie wieder aufzumuntern, hier eine Liste der Dinge, die in einer normal verlaufenden Schwangerschaft kein Problem darstellen:

Weitere Informationen

Quellen:

Online-Informationen des Pschyrembel: www.pschyrembel.de (Abrufdatum: 24.7.2017)

Online-Informationen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA): www.familienplanung.de (Abrufdatum: 24.7.2017)

Räikkönen, Katri, et al.: Maternal licorice consumption during pregnancy and pubertal, cognitive and psychiatric outcomes in children. American Journal of Epidemiology, Online-Publikation (3.2.2017)

Mutterschaftsrichtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses: www.g-ba.de (Stand: 20.7.2016)

Weyerstahl, T., Stauber, M.: Gynäkologie und Geburtshilfe. Thieme, Stuttgart 2013

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