Tumor

Veröffentlicht von: Wiebke Raue

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"Sie haben einen Tumor" – die meisten Menschen, die einen solchen Satz von ihrem Arzt hören, denken unweigerlich an eine Krebserkrankung. Doch wenn Mediziner von einem Tumor sprechen, bedeutet das nicht automatisch, dass man tatsächlich an Krebs leidet.

Das Wort Tumor kommt aus dem Lateinischen und bedeutet übersetzt etwa so viel wie "Geschwulst" oder "Anschwellung".

Im weitesten Sinne ist mit "Tumor" eine lokale Schwellung beziehungsweise Gewebezunahme gemeint. Es kann also nicht nur im Rahmen von Krebserkrankungen von einem Tumor die Rede sein – sondern auch ganz allgemein dann, wenn das Volumen eines Gewebes zunimmt, beispielsweise bei einer entzündlichen Schwellung oder einer Wassereinlagerung (Ödem).

Meist findet der Begriff "Tumor" jedoch Verwendung, wenn sich körpereigene Zellen selbstständig vermehren (Neoplasie) und immer weiter wachsen. Dies ist beispielsweise bei Krebs der Fall – aber: Ein Tumor kann auch gutartig sein.

Wenn sich Zellen unkontrolliert vermehren, bedeutet das also nicht zwangsläufig, dass Krebs vorliegt. Vielmehr unterscheiden Ärzte zwischen gutartigen (benignen) und bösartigen (malignen) Tumoren. Dabei gilt: Nur, wenn der Tumor bösartig ist, liegt eine Krebserkrankung vor.

Zunächst also ist es wichtig zu wissen, in welchem Zusammenhang der Arzt einen Tumor erwähnt. Wenn sich ein Tumor tatsächlich als Krebs herausstellt, muss man zunächst ermitteln, welche Krebsform vorhanden ist – denn die verschiedenen Krebsformen und ihre Prognosen unterscheiden sich teilweise erheblich voneinander.

Die Beschwerden und der weitere Verlauf von Krebs hängen stark davon ab, aus welchen Gewebezellen sich der Tumor gebildet hat. So gibt es beispielsweise Krebstumoren, die aus Fettzellen entstanden sind oder solche, die sich aus Knochengewebe entwickelt haben. Nicht zuletzt hat die Form des Krebses auch Auswirkungen auf die Therapie.

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