Würmer (Helminthen)

Veröffentlicht von: Dr. rer. nat. Geraldine Nagel

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Unter dem Begriff Würmer (fachsprachlich: Helminthen) versteht man mehrzellige, als Parasiten lebende Organismen, zu denen biologisch gesehen die Stämme der Plattwürmer (Plathelminthen) und Fadenwürmer (Nematoden) zählen.

Die zu den Helminthen zählenden Spezies leben parasitär, das heißt der Lebenszyklus der Würmer erfordert einen oder mehrere Wirte beziehungsweise Zwischenwirte, zu denen auch der Mensch gehören kann. Die Würmer gelangen hierbei in der Regel über mit Wurmeiern oder Wurmlarven kontaminierte Nahrung oder verunreinigtes Wasser in den Körper. Auch über den direkten Kontakt zu befallenen Tieren kann es beim Menschen zu einer Infektion mit Würmern kommen (z.B. Hundebandwurm). Einige Helminthen-Arten können auch über Stechmücken, Kriebelmücken oder Fliegen übertragen werden (z.B. Onchocerca volvulus), diese Arten leben jedoch nicht in Mitteleuropa. Im Körper entwickeln sich die Eier oder Larven zu ausgewachsenen Würmern weiter, die wiederum Eier beziehungsweise Larven produzieren können.

Würmer können beim Menschen zu zahlreichen Erkrankungen führen. Welche Symptome dabei auftreten, hängt zum eine von der Art der Würmer und zum anderen oft auch von der Zahl der Würmer im Körper ab. Bei geringem Wurmbefall kann die Erkrankung unter Umständen völlig unbemerkt bleiben. Zur Behandlung von Wurmerkrankungen stehen verschiedene Wurmmittel (Antihelminthika) zur Verfügung.

Am häufigsten kommt es in Deutschland durch Nematoden (z.B. den Madenwurm Enterobius vermicularis) zu gesundheitlichen Problemen. Sie verursachen gut 90 Prozent aller Wurmerkrankungen. Erkrankungen durch Bandwürmer machen dagegen nur circa 9 Prozent aller Wurmerkrankungen aus, während Saugwürmer nur in etwa 1 Prozent der Fälle Ursache für einen Wurmbefall sind.

Vor einer Erkrankung durch Würmer kann man sich nicht direkt schützen. Sie können einer Wurminfektion jedoch durch verschiedene Maßnahmen indirekt vorbeugen und das Infektionsrisiko dadurch reduzieren, wobei diese Maßnahmen je nach Wurmart variieren können. Einer Infektion mit dem Fuchs- oder Hundebandwurm können Sie zum Beispiel mit folgenden Tipps vorbeugen:

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