Zwergbandwurm

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion

Jupiterimages/Photos.com
Anzeige

Der Zwergbandwurm (Hymenolepis nana ) ist der kleinste Bandwurm, den ein Mensch sich einfangen kann. In wärmeren Gegenden ist der Zwergbandwurm der häufigste Bandwurm beim Menschen – wobei vor allem Kinder betroffen sind.

Bandwürmer sind Parasiten und leben im Darm ihrer Endwirte. Während manche Bandwurm-Arten eine Länge von mehreren Metern erreichen können, ist der Zwergbandwurm nur etwa einen Millimeter breit und ein bis vier Zentimeter lang (daher sein Name). Dieser kleine Bandwurm ist auf der ganzen Welt verbreitet, vor allem in den Tropen und Subtropen.

Weltweit sind schätzungsweise bis zu 75 Millionen Menschen mit dem Zwergbandwurm infiziert. Vor allem kleine Kinder infizieren sich schnell – unter anderem, weil sie Gegenstände und auch ihre Hände oft in den Mund nehmen.

Die Eier des Zwergbandwurms gelangen immer über den Mund in den Körper – zum Beispiel durch verunreinigte Nahrung oder als Schmierinfektion bei schlechten hygienischen Verhältnissen. Der Befall mit dem Zwergbandwurm bleibt oft unbemerkt: Nur ein starker Befall durch diese kleinen Würmer kann bei Menschen Anzeichen einer Infektion auslösen. Wenn der Bandwurm Symptome hervorruft, kommt es meistens nur zu leichten Magen-Darm-Beschwerden (z.B. Bauchschmerzen oder Durchfall).

Diese Symptome reichen aber nicht aus, um den Befall mit dem Zwergbandwurm zu diagnostizieren. Zur sicheren Diagnose ist es nötig, die Bandwurm-Eier im Stuhl nachzuweisen. Um den Bandwurm schnell loszuwerden, ist eine Therapie mit Niclosamid- oder Praziquantel-Tabletten geeignet. Sogar bei starkem Befall hat die Wurmerkrankung eine gute Prognose: Durch eine konsequente Wurmkur verschwinden die Zwergbandwürmer in der Regel vollständig. In manchen Fällen heilt die Zwergbandwurm-Infektion auch von selbst ab.

Anzeige