Zungenkrebs: Therapie

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion

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Um bei Zungenkrebs die optimale Therapie zu wählen, ist eine genaue Bestimmung der Größe und Ausdehnung des Zungenkarzinoms notwendig. Entscheidend ist auch, ob bereits Tochtergeschwulste (Metastasen) vorliegen. Zungentumoren breiten sich bevorzugt über die Lymphwege in die Halslymphknoten und in die Lymphknoten des Unterkiefers aus.

Im Vordergrund steht bei der Zungenkrebs-Therapie die Operation. Kleine Tumoren im vorderen (beweglichen) Teil der Zunge kann der Arzt meist gut herausschneiden. Bei weiter hinten liegenden Tumoren (am sog. Zungengrund) gestaltet sich der chirurgische Eingriff oft schwieriger – dies trifft insbesondere dann zu, wenn sich der Tumor bereits ausgedehnt und zum Beispiel auf den Kehlkopf übergegriffen hat.

Wenn der Krebs schon zahlreiche Metastasen in den Lymphknoten gebildet hat, führt der Arzt in der Regel eine sogenannte Neck Dissection durch. Dabei entfernt er unter anderem alle Halslymphknoten sowie – abhängig von der Ausbreitung des Tumors – verschiedene weitere Strukturen, zum Beispiel Blutgefäße oder Nerven. Im Anschluss an die Operation ist je nach Tumorgröße und -ort eine Strahlentherapie nötig.

Eine Chemotherapie beziehungsweise eine Radiochemotherapie (kombiniert: Bestrahlung und Zytostatika) kommt in der Regel nur bei sehr weit fortgeschrittenem Zungenkrebs in Betracht oder wenn sich der Tumor nicht operativ entfernen lässt. Das Ziel einer optimalen Zungenkrebs-Therapie ist es, die Funktionalität der Zunge sowie der eventuell in Mitleidenschaft geratenen Strukturen im Kopf-Hals-Bereich zu erhalten.

Neben den klassischen Zytostatika können mittlerweile auch sogenannte zielgerichtete Medikamente bei Krebs – auch bei Kopf-Hals-Tumoren wie dem Zungenkrebs – eingesetzt werden. Ein typischer Wirkstoff ist dabei Cetuximab.

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