Zungenkrebs: Definition

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion

Jupiterimages/iStockphoto
Anzeige

Als Zungenkrebs oder Zungenkarzinom bezeichnet man einen von der Zunge ausgehenden bösartigen Tumor. Er wird der Gruppe der Kopf-Hals-Tumoren zugeordnet – und zählt hier zu den Tumoren der Mundhöhle und des Rachens.

Die vorderen zwei Drittel der Zunge sind beweglich. Das hintere Drittel, der sogenannte Zungengrund, ragt in den Rachenraum hinein. In rund der Hälfte der Fälle treten die Tumoren in diesem hinteren Zungendrittel auf.

Etwa ein Viertel der Zungenkarzinome entsteht im vorderen Zungendrittel beziehungsweise an der Zungenunterfläche. An der Zungenspitze tritt Zungenkrebs nur sehr selten auf.

Zungentumoren breiten sich häufig auch auf benachbarte Strukturen, zum Beispiel den Kehlkopf, aus. Insbesondere Tumoren im hinteren Bereich der Zunge können dadurch schwerwiegende Gewebeschäden verursachen.

Zungenkarzinome können unterschiedliche Formen ausbilden. Es gibt flache, in der Schleimhaut liegende Geschwulste sowie blumenkohlartig wachsende und über die Schleimhaut herausragende Tumoren. Zungenkarzinome breiten sich meist früh über die Lymphwege in die Halslymphknoten sowie in die Lymphknoten des Unterkiefers aus und bilden dort Metastasen. In anderen Organen (z.B. in der Lunge, Leber oder im Skelett) bilden sich jedoch nur selten Tochtergeschwulste.

Zungenkarzinome sind Krebsgeschwulste der Mundhöhle und des Rachens. An diesen Tumoren erkranken pro Jahr in Deutschland circa 9.340 Männer und 3.490 Frauen; am häufigsten handelt es sich dann jedoch nicht um Zungenkrebs, sondern um Kehlkopfkrebs.

Anzeige