Zahnungsprobleme

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion

Banana Stock/Babys Path
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Im Alter von sechs bis neun Monaten treten bei einem Kleinkind die ersten Zähne (Milchzähne) durch das Zahnfleisch – das Baby beginnt zu zahnen. Beim Zahnen (Dentition) können Zahnungsprobleme auftreten, die jedes Kleinkind mal mehr oder weniger beschäftigen.

Insgesamt bezeichnet man alle Beschwerden, die im Zusammenhang mit dem Zahnen auftreten können, als Zahnungsprobleme.

Wenn die Milchzähne bei Kindern aus dem Kiefer hervortreten und durch das Zahnfleisch "brechen" (sog. Zahndurchbruch), kann das für den Säugling sehr unangenehm sein und in einigen Fällen starke Schmerzen verursachen. Andere Babys wiederum haben gar keine Zahnungsprobleme.

Für gleichzeitig auftretende Probleme wie Durchfall, Fieber oder Hautausschläge sind die Ursachen nicht völlig geklärt. In Fachkreisen vermutet man ein zeitliches, zufälliges Zusammenspiel zwischen dem Zahnen und der Abnahme der mütterlichen Antikörper im Blut des Säuglings.

© Jupiterimages/iStockphoto
Ein gekühlter Beißring kann Schmerzen beim Zahnen lindern.

Zu Beginn des Zahnens schieben sich gewöhnlich zuerst die unteren mittleren Schneidezähne hervor, gefolgt von den unteren seitlichen, den oberen mittleren und den oberen seitlichen Schneidezähnen. Nach den Schneidezähnen treten die ersten Backenzähne im Unterkiefer hervor und anschließend die im Oberkiefer. Dann folgen die unteren und die oberen Eckzähne. Den Schluss bilden um den 24. Lebensmonat nach den zweiten Unterkiefer-Backenzähnen die entsprechenden Zähne im Oberkiefer. In welcher Reihenfolge die Zähne genau durchbrechen, kann aber individuell verschieden sein.

Etwa mit drei Jahren sind alle Milchzähne durchgebrochen.

Mit dem Durchbruch des ersten Zahns sollten Sie mit Ihrem Kind den ersten Zahnarztbesuch planen, denn vom ersten Zahn an ist gründliche Zahn- und Mundpflege angesagt, damit auch die späteren Zähne lange gesund bleiben.

Leider können Eltern Zahnungsproblemen bei ihrem Kind kaum vorbeugen. Lediglich die Beschwerden lassen sich lindern. Wenn Sie also vor einigen Monaten Eltern geworden sind, lohnt es sich, sich über geeignete Mittel, Tinkturen oder kühlende Beißringe zu informieren und diese gegebenenfalls schon bereit zu halten. Auch Ihr Zahnarzt kann Ihnen Fragen zum Zahnen bei Ihrem Baby beantworten.

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