Übersäuerung (Azidose)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion

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Eine Übersäuerung (Azidose) des Körpers entsteht durch eine gestörte Regulierung des Säure-Basen-Haushalts: Normalerweise kann der menschliche Körper dank seiner Puffersysteme den Säure-Basen-Haushalt ausgleichen, wenn plötzlich Säuren anfallen. Gelingt dies nicht, sodass der pH-Wert im Blut unter 7,36 sinkt, ist der Körper übersäuert.

Im Normalfall liegt der pH-Wert zwischen 7,36 und 7,44. Für diesen mehr oder weniger gleichbleibenden Wert sorgen unter anderem die Atmung (sog. respiratorische Kompensation) und die Nieren (sog. renale Kompensation). Entsprechend kann sowohl eine Lungen- als auch eine Nierenfunktionsstörung eine Übersäuerung verursachen. Es können aber auch andere Gründe hinter einer Azidose stecken.

Je nach Ursache für den Säureüberschuss im Körper unterscheidet man zwei akute Formen der Übersäuerung, deren Symptome teils unterschiedlich sind:

Unabhängig von ihrer Ursache wirkt sich eine akute Übersäuerung des Körpers außerdem auf Herz und Blutgefäße aus: Bei einer Azidose sind die peripheren (d.h. von der Körpermitte entfernten) Gefäße erweitert und die Herzleistung verringert. Mögliche Folgen sind ein niedriger Blutdruck, Herzrhythmusstörungen und Bewusstlosigkeit.

Um eine akute Übersäuerung des Körpers zu diagnostizieren, kommt eine sogenannte Blutgasanalyse zum Einsatz, mit der man unter anderem den pH-Wert und den Säure-Basen-Haushalt des Blutes misst. Die Therapie einer Azidose besteht darin,

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