Tennisarm, Golfarm

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion

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Tennisarm und Golfarm (bzw. Tennisellenbogen oder Golferellenbogen) entstehen durch akute oder chronische übermäßige Belastung der Muskelansätze am Ellenbogen. Beide Schmerzsyndrome können – trotz ihrer Namen – auch Menschen treffen, die weder Tennis noch Golf spielen.

Allerdings sind Tennisarm oder Golfarm sehr typisch für die beiden Sportarten: Etwa jeder zweite Tennisspieler entwickelt mindestens einmal einen Tennisarm. Das ist auch der Grund für die Bezeichnungen der Schmerzsyndrome. In den meisten Fällen führen jedoch Belastungen bei der Arbeit (wie handwerkliche Tätigkeiten oder langes Arbeiten am Computer) zu einem Tennisellenbogen oder Golferellenbogen. Hinter den Beschwerden stecken entzündliche oder degenerative Veränderungen im Ellenbogenbereich (sog. Epicondylitis humeri), die den betroffenen Arm nur eingeschränkt gebrauchsfähig machen.

Je nachdem, an welcher Stelle des Ellenbogens die entzündlichen oder degenerativen Veränderungen liegen, treten die für Tennisarm und Golfarm typischen Schmerzen an verschiedenen Stellen und bei unterschiedlichen Bewegungen auf. Anhand dieser Merkmale kann man die beiden Schmerzsyndrome voneinander abgrenzen:

Beim Tennisarm und Golfarm reicht die Behandlung von Ruhigstellung über Salbenverbände und elektromechanische Stimulation bis hin zu Kortisonspritzen. Reichen diese Maßnahmen nicht aus, kann im weiteren Verlauf von Tennisarm oder Golfarm zur Therapie eine Operation notwendig sein, um den Ansatz der Muskulatur zu lockern. In neun von zehn Fällen muss ein Tennisarm oder Golfarm jedoch nicht operiert werden und die Prognose ist in aller Regel gut.

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