Syphilis (Lues): Symptome

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion

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Die sekundäre Syphilis ist durch verschiedene Haut- und Schleimhautveränderungen gekennzeichnet. In symmetrischen und fleckigen Formen können schuppige und / oder eitrige Bläschen auftreten. Besonders an Stellen mit starker Schweißbildung und in Hautfalten bilden sich nässende Pusteln, die als Condylomata lata bezeichnet werden. Diese sind, wenn sie zerfallen, sehr ansteckend. Befallene Schleimhautbereiche, meist in der Mundhöhle, sind rot oder grauweiß mit einem geröteten Hof. Aufgrund von Hautveränderungen kann es gelegentlich zu einem mottenfraßartigen Haarausfall kommen.

In diesem Stadium breiten sich die Erreger über die Lymphbahnen und das Blut im ganzen Körper aus. Typisch ist eine Schwellung der Lymphknoten. Die inneren Organe sind aber nur selten befallen. Es kommt häufig zu allgemeinen Symptomen, die nicht nur bei einer Syphilis sondern auch bei anderen Erkrankungen auftreten können:

Auch Augen und Ohren können betroffen sein: Es kann zu Sehverschlechterung mit Doppelbildern, Ohrensausen, Schwindel und einer Hörminderung bis hin zum Hörverlust kommen. Selten entstehen Entzündungen der Niere, Leber, Gelenke oder Knochen.

Die Symptome der sekundären Syphilis können über Jahre bestehen beziehungsweise in verschiedener Ausprägung immer wieder aufflammen. In etwa 30 Prozent der Fälle heilt die Syphilis auch spontan aus.

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