Syphilis (Lues): Diagnose

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion

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Eine Syphilis (Lues) kann der Arzt durch einen direkten Erregernachweis diagnostizieren. Dazu lässt er Sekret von nässenden Hautveränderungen unter dem Mikroskop untersuchen. Die Syphilis-Diagnose ist auch mithilfe von Bluttests möglich. Sie zeigen, ob im Blut des Patienten Antikörper gegen die Erreger vorhanden sind.

Das Immunsystem des Menschen reagiert auf eine Syphilis-Infektion mit zwei Antikörper-Formen, nämlich unspezifischen und spezifischen Antikörpern. Tests auf unspezifische Antikörper fallen vier bis sechs Wochen nach der Infektion positiv aus. Der Arzt kann diese Tests öfter wiederholen, um einen Behandlungserfolg zu kontrollieren. Die Nachweisverfahren für spezifische Antikörper werden bei Verdacht auf eine Spätsyphilis verwendet. Auch in der Latenzphase kann man den Erreger nur mithilfe dieser Tests nachweisen.

Bei Verdacht auf eine Neurosyphilis ist eine Untersuchung des Hirnwassers (Liquorpunktion) notwendig. Die angeborene Syphilis kann ebenfalls durch Antikörpertests nachgewiesen werden.

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