Refluxkrankheit

Veröffentlicht von: Astrid Clasen

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Eine gastroösophageale Refluxkrankheit (engl.: gastroesophageal reflux disease, GERD) entsteht, wenn der Rückfluss (Reflux) von Verdauungssäften aus dem Magen in die Speiseröhre Beschwerden bereitet und / oder organische Komplikationen verursacht.

Häufige Ursache für die gastroösophageale Refluxkrankheit ist eine Funktionsstörung des unteren Schließmuskels der Speiseröhre, durch die es zu krankhaft gesteigertem Reflux kommt. Oft liegt gleichzeitig ein Zwerchfellbruch (sog. Hiatushernie) vor. Wenn die Speiseröhre besonders schmerzempfindlich ist, kann eine Refluxerkrankung aber auch ohne krankhaft gesteigerten Reflux entstehen.

Zu den Risikofaktoren für die gastroösophageale Refluxkrankheit gehören unter anderem:

Sodbrennen und Schmerzen hinter dem Brustbein sind typisch für die gastroösophageale Refluxkrankheit. Die Symptome verstärken sich nach größeren Mahlzeiten, beim Bücken und im Liegen. Die durch Reflux bedingten Symptome gehören zu den häufigsten Magen-Darm-Beschwerden: In den westlichen Industrieländern haben etwa 15 Prozent der Bevölkerung eine durch Reflux bedingte Krankheit.


Die gastroösophageale Refluxkrankheit kann verschiedene Auswirkungen haben. Entsprechend unterscheidet man folgende Formen:

Obwohl die gastroösophageale Refluxkrankheit meistens ohne sichtbare Schleimhautschädigungen in der Speiseröhre verläuft, ist es wegen des (geringen) Krebsrisikos ratsam, ständige Refluxbeschwerden abklären und behandeln zu lassen. Zur Therapie der Refluxerkrankung geeignet sind:

Meist gelingt es so, die gastroösophageale Refluxkrankheit schnell in den Griff zu bekommen. Selten macht die Refluxerkrankung eine Anti-Reflux-Operation notwendig.

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