Pleuraerguss

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion

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Bei einem Pleuraerguss hat sich Flüssigkeit zwischen Lunge und Brustwand angesammelt. Mögliche Symptome hierfür sind Atemnot, leicht erhöhte Körpertemperatur oder Fieber und abgeschwächte Atemgeräusche.

Als Pleura bezeichnen Mediziner das Brustfell, das als feine Haut die Lunge und die Innenseite des Brustkorbs überzieht. Es besteht aus zwei Blättern, zwischen denen sich ein gleitender Flüssigkeitsfilm befindet. Wenn sich mehr von dieser Flüssigkeit bildet als das Brustfell aufnimmt, entsteht ein Pleuraerguss.

Ein Pleuraerguss kann verschiedene Ursachen haben. Am häufigsten entstehen Pleuraergüsse durch:

Dabei ist der Pleuraerguss auch ein wichtiges Leitsymptom für Erkrankungen, die nicht unmittelbar die Lunge betreffen – wie Krebserkrankungen anderer Organe, Herz-, Nieren-, Leber- und rheumatische Erkrankungen. Eine feuchte Brustfellentzündung (Pleuritis exsudatia) geht stets mit einem Pleuraerguss einher.

Je nachdem, wie viel Eiweiß die Flüssigkeitsansammlung bei einem Pleuraerguss enthält, unterscheidet man sogenannte transsudative und exsudative Pleuraergüsse:


Bei Verdacht auf einen Pleuraerguss besteht die Diagnostik in einer Untersuchung der Atemwege (Abklopfen der Körperoberfläche, Abhören des Brustkorbs) und bildgebenden Verfahren (z.B. Sonographie). Durch eine sogenannte Pleurapunktion kann der Arzt außerdem eine Probe der Flüssigkeit gewinnen, um die Ursache für deren Ansammlung zu ermitteln.

Die Therapie zielt vor allem darauf ab, die Grunderkrankung zu beheben. Gegen den Pleuraerguss selbst kann beispielsweise eine Punktion oder Drainage zum Einsatz kommen, um Flüssigkeit abzusaugen.

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