Phimose (Vorhautverengung)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion

Jupiterimages/iStockphoto
Anzeige

Bei einer Phimose (Vorhautverengung) lässt sich die Vorhaut am Penis nicht oder nur unter Schwierigkeiten über die Eichel zurückziehen. Aber Achtung – bei kleinen Kindern ist dieser Zustand völlig normal: Von Geburt an besteht eine sogenannte Vorhautverklebung (bzw. physiologische Phimose), die erst im Alter von drei Jahren überwiegend verschwunden ist.

Dass sich die Vorhaut (Präputium) beim Säugling und Kleinkind nicht zurückziehen lässt, ist entwicklungsbedingt und gibt sich mit der Zeit durch natürliche Reifungsvorgänge meist von selbst. Erst wenn das Zurückziehen der Vorhaut etwa ab dem dritten bis fünften Lebensjahr immer noch nicht möglich ist, kann dies auf eine krankhafte Phimose hindeuten. Hinter einer solchen Vorhautverengung steckt eine angeborene oder erworbene Verengung des sogenannten äußeren Vorhautrings.

Die Vorhautverengung kann auch erst im höheren Alter entstehen: Mögliche Ursachen für die spätere Entstehung einer Phimose sind wiederholte Entzündungen oder gewaltsame Einwirkungen mit Einrissen, Blutungen oder entzündlicher oder narbiger Abheilung. Wenn eine solche sekundäre Phimose bei Erwachsenen auftritt, besteht oft ein Diabetes mellitus.

Die nicht zurückziehbare Vorhaut ist das Hauptmerkmal der Phimose. Zusätzlich können infolge der Vorhautverengung folgende Symptome auftreten:

Die Behandlung besteht darin, die enge Vorhaut zu erweitern oder durch Beschneidung (Zirkumzision) zu entfernen. In manchen Fällen ist es möglich, die Phimose mit einer Salbe zu behandeln. Meistens macht die Vorhautverengung jedoch einen operativen Eingriff notwendig. Eine Phimose-OP ist zum Beispiel dann dringend zu empfehlen, wenn ...

Anzeige