Nahrungsmittel­unverträglichkeit (Lebensmittel­unverträglichkeit)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion

Jupiterimages/Wavebreak Media
Anzeige

Unter einer Nahrungsmittelunverträglichkeit (Lebensmittelunverträglichkeit) versteht man alle gesundheitlichen Beschwerden, die als Reaktion auf den Verzehr von Nahrungsmitteln auftreten.

Dabei unterscheidet man vor allem, ob die Nahrungsmittelunverträglichkeit durch allergische Reaktionen entsteht (Nahrungsmittelallergie) oder ob andere Mechanismen dahinter stecken (Nahrungsmittelintoleranz, z.B. Laktoseintoleranz). Ein anderer Begriff für die Nahrungsmittelunverträglichkeit lautet Nahrungsmittelhypersensitivität.

Eine Nahrungsmittelunverträglichkeit kann sich durch ganz unterschiedliche Symptome äußern. Die Bandbreite reicht dabei von Reaktionen der Haut (z.B. Juckreiz, Hautrötungen) über Magen-Darm-Beschwerden (wie Bauchschmerzen oder Durchfall) bis hin zu Kopfschmerzen oder Atembeschwerden. Treten solche Symptome nach dem Verzehr von Nahrungsmitteln auf, ist eine ärztliche Abklärung sinnvoll.

Um bei einer Lebensmittelunverträglichkeit die Diagnose zu stellen, versucht der Arzt in der Regel, andere mögliche Ursachen für die Symptome auszuschließen. Allergietests können dabei helfen, eine Nahrungsmittelallergie nachzuweisen. Auch die bisherige Krankengeschichte des Patienten ist für die Stellung einer Diagnose wichtig. Ein Symptom-Tagebuch, in dem der Betroffene festhält, was er isst und trinkt und wann die Beschwerden auftreten, kann zusätzlich Aufschluss darüber geben, was der Auslöser der Nahrungsmittelunverträglichkeit ist.

Immer wieder entsteht durch die Medien der Eindruck, dass viele Menschen von einer Lebensmittelunverträglichkeit betroffen sind. Tatsächlich sind echte Nahrungsmittelunverträglichkeiten jedoch vergleichsweise selten. Während beispielsweise etwa 15 bis 20 Prozent aller Erwachsenen in Deutschland eine Pollenallergie haben, liegt nur bei circa 3 bis 4 Prozent der erwachsenen Bevölkerung eine Nahrungsmittelunverträglichkeit vor.

Immer wieder entsteht der Eindruck, dass viele Menschen von einer Lebensmittelunverträglichkeit betroffen sind. Tatsächlich sind echte Nahrungsmittelunverträglichkeiten jedoch vergleichsweise selten anzutreffen. Während beispielsweise etwa 15 bis 20 Prozent aller Erwachsenen in Deutschland an Heuschnupfen leiden, liegt nur bei circa 3 bis 4 Prozent der erwachsenen Bevölkerung eine Nahrungsmittelunverträglichkeit vor.

Anzeige